Kunststoffe - Kunststoffbehälter

Sie sind nicht mehr weg zu denken: Kunststoffe. Unser tägliches Leben sähe wohl ganz anders aus, wenn es zwischen den Jahren 1830 und 1930 zahlreichen Chemikern und Tüftlern vorwiegend in England und Deutschland nicht gelungen wäre, synthetische Stoffe herzustellen, die in ihrer Einsetzbar- und Belastbarkeit den meisten natürlichen Materialien überlegen sind. Kunststoffbehälter finden sich in zahlreichen Ausformungen, ob als simple Plastikflasche oder stabile Box für Kinderspielzeug (mittlerweile überwiegend ebenfalls aus Kunststoff), ob als Plastiktüte oder Putzeimer, in jedem Haushalt. Die Industrie kommt ohne Produkte aus Kunststoffen nicht aus. Kunststoffe sind nicht nur überaus leicht, sie lassen sich auch, je nach Herstellungsverfahren, in verschiedenen Belastbarkeitsstufen herstellen und bieten so einen idealen, weil höchstflexiblen Grundstoff.

Die sechs wichtigsten Kunststoffe, weil am häufigsten verwendet, sind Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvenylchlorid (PVC), Polystyrol (PS), Polyurethan (PUR) und Polyethylenterephtalat (PET) - von Styropor bis hin zum PP - Kunststoffbehälter, gemeinsam ist allen Produkten, dass sie durch die Polymerisation organischer Stoffe entstehen.

Bereits 1949 überschritt die Kunststoff - Produktion die 1 Million Tonnen Marke, heute werden etwa 200 Millionen Tonnen Kunststoffe hergestellt, der Durchschnittdeutsche verbraucht davon jährlich etwa 92 kg. Bei aller europaweiter Resignation konnte sich die Kunststoffbranche als immer noch wachsender Industriezweig behaupten. Immer mehr Kunststoffbehälter setzen auf neue noch belastbarere Materialien, die sich ändernden Bedürfnisse und technologische Entwicklungen in den großen Industrienationen sorgen in der Kunststoffindustrie für immer schwärzere Zahlen, denn schließlich hat sich der Kunststoffbehälter als idealstes Medium herausgestellt, weder Holz noch Metall, noch andere Werksstoffe konnten den Polymeren das Wasser reichen.

Ein nicht weniger wichtiger Faktor sind dabei die relativ günstigen Herstellungskosten, anders als beispielsweise beim Rohstoff Holz, der auch in der Verarbeitung weitaus anspruchsvoller ist: eine Holzkiste ist prinzipiell teurer als ein entsprechender Kunststoffbehälter, Holzspielzeug kostet mehr als Plastikspielwaren. Doch das kann sich schnell ändern - denn als Ausgangsmaterial ist Erdöl ein entscheidender Faktor in der Kunststoffherstellung. Bekanntermaßen droht der Welt insbesondere auch der geradezu gedankenlosen Verschwendung des natürlichen Rohstoffs wegen immense Rohölknappheit. Die Folgen steigender Preise wären fatal: nahezu die gesamte Weltwirtschaft ist von Kunststoffen abhängig, steigende Preise könnten ganze Wirtschaftssysteme zusammenbrechen lassen. Und schon wird an Alternativen zu Rohöl gesucht, erste Versuche, synthetische Stoffe etwa aus regenerativen Quellen, wie etwa Rapsöl, herzustellen sind zwar erfolgsversprechend, können jedoch den Markt wohl kaum in Gänze abdecken. Da ist verantwortungsbewusstes Handeln gefragt, nicht nur von den Großkonzernen, sondern auch vom Verbraucher, denn Kunststoffe einsparen (Holzkiste statt Kunststoffbehälter, Stoffbeutel statt Plastiktüte) heißt nicht nur die Umwelt, sondern auch die natürlich Ressourcen unserer Erde schonen.

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