Bananen und Bananenhandel
Etwa 100 verschiedene Arten gibt es von dieser Frucht, welche botanisch zu den Beeren gehört und deren Name aus dem Arabischen kommt von banan = der Finger. Ihre Form brachte ihr auch den Namen Krummfrucht ein.
Sie ist in fast allen Regionen der Tropen beheimatet. Jährlich erntet man pro Pflanze etwa 60 kg Früchte, die mit bis zu 150 Stück an einem Fruchtkolben hängen. Je nach Sorte variieren die Eigenschaften dieser Frucht, deren Länge zwischen 5 bis 15 Zentimetern beträgt. Sie ist mehr oder weniger sichelförmig ausgebildet und besitzt eine gelb-grünliche Farbe.
Die Banane stammt ursprünglich aus Südostasien, von wo aus Seefahrer sie nach Indien und Afrika brachten. Durch spanische Eroberer gelangte sie auf die Kanarischen Inseln, wo sie bis heute angebaut wird.
Nach Mittel- und Südamerika kam die Banane mit der Eroberung der "Neuen Welt". Zeitlich fällt der Bau der Eisenbahnstrecken mit dem Aufbau der großen Bananenplantagen Mittelamerikas zusammen. Der Amerikaner Minor C. Keith reiste 1871 zu einem Onkel nach Costa Rica, um in dessen Bahnbauprojekt einzusteigen. Entlang der Bahnstrecken ließ er Bananenplantagen für den Export bauen. Mit der Boston Fruit Company schloss er sich 1899 zur United Fruit Company zusammen, welche heutzutage als Chiquita Brands Co. zusammen mit zwei weiteren großen Konzernen den Bananenhandel kontrolliert.
Der für den Export bestimmte Bananenanbau erfolgt auf Plantagen, jedoch werden aufgrund der Monokultur derart große Mengen an Pflanzenschutzmitteln verwendet, dass dieses Land anschließend als vergiftet abgesperrt wird.
Die sehr viel Wasser benötigenden Bananenstauden wachsen etwa 2 Jahre in den Plantagen. Bananen reifen nicht an der Staude, sondern werden grün geerntet und reifen an einem schattigen Ort aus. Heutzutage ist es üblich, für den Export bestimmte Bananen umgehend (innerhalb 1 Tages) zu verpacken und auf Kühlschiffe zu verladen. Bei einer konstanten Temperatur von 13,2 °C wird der natürliche Reifungsprozess unterbrochen, so dass die Bananen den langen Transport problemlos überstehen. Nach der Entladung aus den Kühlschiffen gelangen sie in so genannte Bananenreifereien, wo sie in Reifekammern bei Temperaturen von 14 - 17 °C etwa 4 - 8 Tage reifen. Um eine gleichmäßige Reifung aller in einer Kammer befindlichen Bananen zu erreichen, wird anfangs das Gas Ethen zugeleitet, welches auch beim natürlichen Reifungsprozess produziert wird, jedoch im grünen Zustand noch nicht in ausreichender Menge vorhanden ist. So wird die Reifung aktiviert.
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