Wein aus Kastilien
Fuerto, ein Anbaugebiet für Wein in Kastillien
"La Meseta" liegt auf einer Hochebene mitten im Herzen. Die geographische Bezeichnung lautet offiziell Kastillien-La Mancha, aber auch Neu-Kastillien. Über den Orten erheben sich die gedrungenen weißen Windmühlen, gegen die der Schriftsteller Miguel de Cervantes seinen Helden Don Quijote im 17.Jahrhundert in den Kampf schickte. Die große Weite und Größe der dortigen Landschaft wirkt geradezu überwältigend. Dort sieht man Wein und Reben soweit das Auge des Weinliebhabers reicht. Mit cirka 160000 ha ist "La Mancha" nicht nur das größte Anbaugebiet für Wein in Spanien, sondern auch das Europas. Dazu gehören die Provinzen Ciudad Real, ein Stück von Albacete, Cuenza und Toledo.
Das gigantische Anbaugebiet für Wein erstreckt sich weit über die Hochebene und schließt im Süden an Andalusien, im Norden an die Hauptstadt Madrid an. Der Name "La Mancha" stammt vom maurischen ab und weist auf große Hitze und Trockenheit hin, Manxa, das gedörrte Land. Auf der Hochebene, auf der sich fast kein Baum befindet, herrschen Temperaturen, die im Sommer bis zu 45 Grad Celsius im Schatten erreichen können und den Winter bis unter 20 Grad sinken, ein Härtetest für jede Rebe, jeden Wein und jeden Winzer. Unter den roten Rebsorten besteht die Tempranillo-Traube am besten den Wandel des Klima. Aus ihr wird außergewöhnlicher roter Wein gekeltert.
Der rote Wein aus Kastilien ist voller Kraft und Temperament. Dort, wo einst Don Quijote und sein Lakei leidenschaftlich gegen die Windmühlen kämpften, krempeln heute die Weinbauern von "La Mancha" die Ärmel hoch und bewerkstelligen einen kräftigen, feurigen Wein der Tempranillo-Traube, einen Wein voller Leidenschaft. Dieser Rotwein ist feurig, schnörkellos und rassig, eben ein echt spanisches Abenteuer, der vorzüglich zu herzhafte Gerichten und kräftigen Speisen getrunken wird. Dabei sollte der Wein, wie es meistens für roten Wein gilt, eine ideale Temperatur von 16-18C haben.