Die historische Entwicklung von Wein.
Die früheste Kultivierung von Wein wird auf das 6. Jahrhundert vor Christus datiert. Erste Aufzeichnungen über den Anbau von Wein reichen bis in diese Zeit zurück und stammen von den Ägyptern und Assyrern. Als Ursprungsland gilt das antike Persien, dort wurde das Getränk angeblich zufällig entdeckt als ein König seine Trauben im Keller lagerte und diese anfingen zu gären. Als man die berauschende Wirkung erkannte wurde Wein zum offiziellen Getränk erklärt.
Später wurde dort die Wirkung von Wein bewusst eingesetzt, wenn über wichtige Fragen geurteilt wurde.
In allen großen Kulturen, die den Persern folgten war Wein ein wichtiges Getränk. Es wurde als das Getränk der Götter angesehen und diesen sogar als Opfergabe präsentiert. Der Urvater der Medizin, Hippokrates, erkannte die heilende Wirkung von Wein und setzte ihn als Mittel gegen die verschiedensten Beschwerden ein.
In Deutschland wurde Wein bereits vor ungefähr 5000 Jahren hergestellt, aber richtig bekannt wurde der Rebensaft erst mit dem Einzug der Römer im 1. Jahrhundert. Danach erst verbreitete sich der Weinbau bis in den Norden und nach Ostpreußen. Die Römer stellten schnell fest, dass Wein aus nordischen Gebieten viel leichter und vielfältiger ist im Geschmack, so dass sie den Wein nicht mehr über weite Strecken aus der Heimat importierten, sondern vor Ort anbauten. Übe einen langen Zeitraum kontrollierten die Römer den Anbau von Wein in Deutschland bis im Mittelalter Klöster diesen übernahmen.
Der Anbau von Wein in Deutschland wurde dann im Mittelalter von Karl dem Großen besonders gefördert. Er interessierte sich für neue Rebsorten und ließ weitläufige Weinberge anlegen, wo bis dahin unbekannte Rebsorten gezüchtet und angebaut wurden. Erst nach der Eroberung linksrheinischer Gebiete durch Napoleon wurde der Weinbau privatisiert.
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erreicht der Anbau von Wein flächenmäßig seinen Höhepunkt und ist zum wichtigsten Getränk der Deutschen geworden. Bis heute ist Wein, vor allem Rotwein, in Deutschland und weltweit sehr beliebt und ihm wird nachwievor eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben.