Private Krankenversicherung: Die Behandlung als Privatpatient
Personen, die berechtigt sind eine private Krankenversicherung abzuschließen, vereinbaren mit dem Versicherungsunternehmen selbst welche Leistungen sie nach ihrem persönlichen Schutzbedürfnis versichern wollen.
Privatpatienten erhalten eine bevorzugte Behandlung. Mit Wartezeiten von teilweise bis zu 2 Stunden wie dies bei Versicherten einer Ortskrankenkasse bei Fachärzten keine Seltenheit ist, ist nicht zu rechnen. Im Gegenteil, bei einem Arztbesuch als Privatpatient wird man erwartet und wenn nicht gerade ein Notfall zu behandeln ist, anderen Patienten bevorzugt.
In einer Praxis, die sich auf Privatpatienten spezialisiert hat, ist es wenn es doch einmal zu Wartezeiten kommen sollte, durchaus üblich dem Kunden eine Tasse Kaffee anzubieten. Richtig gelesen, der Begriff Kunde ist eine äußerst ungewöhnliche Bezeichnung für einen Krankenversicherten. Aber vielleicht verdeutlicht dies aber die Tatsache, dass bei jedem Arztbesuch ein privatrechtlicher Behandlungsvertrag abgeschlossen wird.
Ärzte dürfen im Rahmen dieses Vertrages für ihre Leistungen deutlich höhere Gebührensätze berechnen als sie dies bei Kassenpatienten tun können. Im allgemeinen gelten in der PKV nicht die Beschränkungen der Gesetzlichen Krankenversicherung. Der ausführende Arzt kann tatsächlich die Behandlungsmethode anwenden, die er für die am besten geeignete hält und ist nicht gezwungen sich auf solche zu beschränken, die von der Krankenkasse in den Leistungskatalog aufgenommen sind.
Dem ausführenden Arzt ist es also möglich ein Heilverfahren mit z.B. einer 25% höheren Erfolgschance auf Wiederherstellung der vollständigen Gesundheit aber mit mehr als doppelt so hohen Kosten anzuwenden ohne das Risiko auf sich nehmen zu müssen, die entstehenden Mehrkosten von der Kasse nicht erstattet zu bekommen.
Der private Krankenschutz ist durch individuelle Verträge nicht nur deutlich flexibler sondern auch deutlich besser und umfänglicher als der gesetzliche Krankenschutz, dabei darf es auch etwas mehr kosten, was aber nicht so sein muss, da alles individuell ist. Es verwundert demnach auch nicht, dass die Lebenserwartung einer Person mit einer privaten Krankenversicherung über dem eines Kassenpatienten liegt.
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