Bauartklassen und die Gebäudeversicherung
Feuer, Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Elementarschäden wie zum Beispiel durch Überschwemmungen oder Erdbeben sind nur einige Risiken, denen ein Haus ausgesetzt ist. Mit einer Gebäudeversicherung kann man sich gegen solche Schäden schützen, damit im Fall der Fälle zumindest finanziell die Möglichkeit besteht, alles wieder in den Urzustand zu versetzen.
Welche der Risiken in den Vertrag aufgenommen werden, ist Sache des Kunden. Er kann sich einzeln oder kombiniert gegen sie versichern. Viele Banken, die den Hausbau oder -kauf mit einem Darlehen finanziert haben, verlangen vom Bauherrn, dass er eine Gebäudefeuerversicherung abschließt. Sie dient nicht alleine dem Schutz des Hauses, sondern auch des Geldes, das die Bank in das Objekt investiert hat.
In Deutschland steht Hausbesitzern frei, ob und wie sie sich gegen mögliche Schäden am Haus versichern. Sie habe auch die freie Wahl der Versicherungsgesellschaft, da am 1, Juli 1994 die Pflicht- und/oder Monopolrechte gefallen sind. Verpflichtend war eine solche Versicherung in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik und ist sie heute noch in der Schweiz. Hier gibt es seit 1805 die so genannten kantonalen Gebäudeversicherer, die als finanziell selbständige, öffentlich-rechtliche Unternehmen fungieren. Sie haben ein historisch gewachsenes Monopol und setzen auf Risikoausgleich und Solidarität. Aufgrund der unterschiedlichen Größe der Kantone, sind es zwischen 40 und 120 Mitarbeiter sowie eine Reihe von Experten wie Brandschutzsachverständige, die für die Unternehmen tätig sind.
Entscheidend ist und bleibt bei einer Gebäudeversicherung, dass sie ausreichend hoch ist, um eine Unterversicherung zu vermeiden. Dafür müssen die Gesellschaften ihre Kunden sehr genau über die Risiken informieren. Zur Einschätzung des Risikos und damit der Höhe der Prämie werden die Bauartklassen zu Hilfe genommen, die sich nach der Bauweise des Hauses richten. Häuser in massiver Bauweise mit einer harten Dachung haben zum Beispiel die Bauartklasse 1. Eine Ideale Ergänzung zur Gebäudeversicherung kann und sollte dieHausratversicherung sein. Sie deckt alle Gegenstände ab, die sich im Haus befinden - genau die die herausfallen würden, wenn Sie das Haus oder die Wohnung umdrehen würden.
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