Englische Lebensversicherung im Vergleich
Immer wichtiger wird es in Zeiten zunehmender Renten-Unsicherheit, sich frühzeitig um eine private Altersvorsorge zu kümmern.
Neben der klassischen Kapital-Lebensversicherung hat in letzter Zeit vor allem die sog. Englische Lebensversicherung von sich reden gemacht.
Aber was ist eine Englische Lebensversicherung eigentlich?
Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich hierbei zunächst schlicht um Lebensversicherungen, welche von englischen Lebensversicherern angeboten werden.
Im Zuge zunehmender europäischer Globalisierung erhielt diese Form der Kapitalanlage auch den Segen vom Bundesaufsichtsamt für Versicherungen.
Der Grund der plötzlichen Beliebtheit der englische Versicherer ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die früher fällige Besteuerung der Erträge aus der Lebensversicherung durch die EU-Harmonisierung weggefallen ist.
Da englische Lebensversicherung im Laufe der letzten Jahre trotz der eher schwachen Entwicklung an der Börse mehr als 10% an Rendite erwirtschaften konnten, gewinnt diese Anlageform aktuell immer mehr an Bedeutung.
Worin unterscheidet sich eine Englische von einer Kapital-Lebensicherung?
Englische Lebensversicherer erwirtschaften im Durchschnitt eine wesentlich höhere Rendite als deutsche. Dies ist u.a. auch auf die englische Gesetzgebung zurückzuführen.
Deutsche Anbieter müssen aktuell 75% der Anlagesumme in niedrig verzinsten Staatspapieren vornehmen. Im Gegensatz dazu haben die englischen Versicherer freie Wahl bei der Wahl Ihrer Kapitalanlage.
Ein erhöhtes Risiko ist deswegen aber kaum zu befürchten, da die englische Finanzaufsicht die Lebensversicherer kontrolliert. Das wichtigste Kontrollkriterium ist in diesem Zusammenhang die sog. Solvalibitätsspanne. Diese drückt das Verhältnis zwischen Verbindlichkeiten und Vermögensaktiva aus.
Zudem besteht in England auch eine im Vergleich zu Deutschland erweiterte Offenlegungspflicht, welche die Transparenz für den Anleger zusätzlich erhöht.
Ein weiteres wichtiges Kriterium, das für die Englische Lebensversicherung spricht, liegt in der Tatsache begründet, dass die von den Versicherungsgesellschaften erzielten Gewinne an die Versicherungsnehmer und nicht an die Aktionäre ausbezahlt werden.