Wenn Beruf zu einem Risikofaktor wird - Berufsunfähigkeitsversicherung
Der Beruf ist ein wichtiger Bestandteil unseres täglichen Lebens, denn schließlich sichert er unser Einkommen. Doch was passiert, wenn eines Tages der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann? Denn krank werden oder einen Unfall haben kann leider jeder Mensch - davon auch noch überrascht zu werden und ohne finanzielle Absicherung dazustehen, ist keine erfreuliche Angelegenheit.
Je früher über die Möglichkeit einer Berufsunfähigkeit nachgedacht wird, desto besser. Denn je älter die Interessenten einer solchen Police sind, desto höher sind in der Regel auch die Beiträge, die von den Versicherten geleistet werden müssen. Junge, gesunde Menschen hingegen müssen keinen so genannten Risikozuschlag bezahlen.
Zunächst einmal bestehen mehrere Formen der Berufsunfähigkeitsversicherung: sie kann als eigenständige Police abgeschlossen werden, oder aber als Zusatzversicherung geführt werden. Eine Zusatzversicherung bietet sich zum Beispiel bei einer bereits bestehenden Kapital- oder Risikolebensversicherung an; bei Berufsunfähigkeit übernimmt die Versicherung die zu leistenden Beiträge für die Lebensversicherung, außerdem wird vertraglich eine Berufsunfähigkeitsrente festgelegt.
Eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung ist, wie der Name schon verrät, nicht abhängig von einer anderen Versicherung, sie wird separat abgeschlossen.
Auch die Laufzeit der Versicherungsverträge ist wichtig: endet die Police laut Vertrag vor dem 65. Lebensjahr, so sind die zu leistenden Beiträge zwar niedriger, allerdings gehen Versicherte durch ein Vertragsende vor dem gesetzlichen Rentenalter ein erhöhtes Risiko ein. Versicherungen, deren Schutz bis zum 67. Lebensjahr der Versicherten hält, sind teurer und werden nur von wenigen Versicherungen zu vernünftigen Beiträgen angeboten.
Die Versicherungen unterscheiden jedoch nicht nur nach Laufzeit und Gesundheitszustand, sondern auch nach dem ausgeübten Beruf: je mehr körperliche Arbeit im Beruf verrichtet werden muss, desto teurer wird auch die Police. Am wenigsten hingegen müssen Menschen bezahlen, die sich innerhalb ihres Berufes nur schwach körperlich betätigen müssen.
Die Höhe der Berufsunfähigkeitsrente sollte vertraglich festgelegt werden, weswegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die mit der Überschussmethode arbeitet, nicht empfehlenswert ist.
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