Europaletten in der Logistik
Im Bereich des Transportwesens beziehungsweise in der Logistik spielen Paletten eine ganz besondere Rolle. Denn egal was transportiert wird, es muss zunächst auf Paletten geladen werden, damit es bewegt und transportiert werden kann. Schließlich werden die meisten Waren und Güter nicht gerade in kleinen Mengen verschickt - selbst die Ware für Schiffscontainer wird in aller Regel auf Paletten abgestellt.
Als Standardpalette gilt eindeutig die Europalette. Zum einen bietet die Europalette viel Platz, zum anderen ist sie von ihren Abmessungen ideal beschaffen, um von verschiedenen Fahrzeugen transportiert werden zu können. Ihre Breite ist so ausgerichtet, dass sie ganz schnell von einem Gabelstapler oder von einer anderen Maschine aufgenommen werden kann - wie zum Beispiel von einem Hubwagen oder der so genannten Ameise.
Auf Europaletten kann im Prinzip alles verladen werden, doch für bestimmte Waren werden andere Paletten verwendet. Zum Beispiel werden sehr schwere oder sperrige Güter auf Gitterpaletten beziehungsweise in Gitterboxen verfrachtet. Diese sind so geschaffen, dass das Transportgut nicht herausfallen kann. Außerdem ist die Tragkraft der Palette bedeutend höher, wobei selbst eine Europalette mehrere hundert Kilo tragen kann.
Einen ganzen besonderen Platz nehmen die Paletten im Lebensmittelbereich ein. Die Lebensmittel müssen natürlich ebenfalls transportiert werden. Allerdings unter anderen Bedingungen - denn die Hygiene spielt eine ganz besondere Rolle. So dürfen in diesem Logistikbereich keine Europaletten verwendet werden, da diese aus Holz sind. Stattdessen kommen andere Paletten zum Einsatz, die bis auf wenige Ausnahmen alle aus Kunststoff hergestellt werden. Auffällig ist, dass das Fassungsvermögen beziehungsweise die Fläche der meisten Lebensmittel-Paletten kleiner ist als die Fläche einer Europalette. Die Kunststoff-Paletten können nicht schimmeln und können deshalb auch in Kühlhäusern oder anderen Feuchtbereichen eingesetzt werden.
Was viele Menschen gar nicht wissen ist die Tatsache, dass fast alle Paletten richtig teuer sind. Deshalb arbeiten die meisten Logistikunternehmen mit ganz gestimmten Pfandsystemen. Das heißt, bei jeder Lieferung muss der Kunde die Palette extra bezahlen - wobei die Höhe des Pfandbetrags bei fast allen Unternehmen gleich hoch ist. In der Praxis wird es auch häufig so gehandhabt, dass ein Palettentausch vorgenommen wird, das heißt, der Lieferer nimmt wieder genau so viele Paletten mit wie er angeliefert hat.