Clowneske Terrier

Norfolk- und Norwich-Terrier haben mehr gemeinsames als trennendes. Dieses kann nicht überraschen, schließlich wurden beider Terrier-Rassen bis Mitte des 20. Jahrhunderts als eine gemeinsame Rasse geführt und gezüchtet. Diese Terrier gehören zu den kleinwüchsigen Rassen, sind sehr energievoll, aufmerksame und ausdauernde Jäger. Wegen dieser Eigenschaften wurden die Hunde von Studenten der englischen Universitäten in den Schlafsälen gehalten um diese frei von Mäusen und Ratten zu halten. Beide kommen aus der Grafschaft Norfolk mit der Hauptstadt Norwich die diesen Rassen ihren Namen gab.

Was die Rassen äußerlich vornehmlich trennt ist die Form der Ohren. Während der Norfolk Terrier leicht abgerundete, nach vorne fallende Ohren hat, besitzt der Norwich Terrier aufgerichtete, straffe und spitze Ohren. Vom Körperbau sind beide Hunderassen nahezu identisch: bis ca 26 cm hoch, kräftig, mit kurzen, starken und säulenartigen Beinen und geraden Rücken. Das Haar ist hart und drahtig mit einer dichten Unterwolle. Der Norfolk-Terrier erscheint zuweilen auch als weicher und plüschiger Hund. Die Pflege dieser Terrier erfordert keinen großen Aufwand, aber sollte auch nicht vernachlässigt werden. Das Fell muss alle 4-5 Monate getrimmt werden, die Hunde signalisieren dieses durch starkes Haaren des Fells.

Nachdem diese Hunde als Mäuse- und Rattenfänger nicht mehr benötigt werden, sind sie heute reine Familienhunde. Sie sind sehr anhänglich und auf ihr menschliches Rudel bezogen. Beide Terrier-Rassen sind sehr Kinderlieb und gute Spielkameraden - allerdings keine Spielzeuge! Auch wenn sie zuweilen wirken wie aufgedrehte Plüschtiere können sie ihre Terrier-Eigenschaften nicht verbergen. Sie sind sehr selbstbewusst und wehrhaft. Also eher für Kinder zum Spielen geeignet, die alt genug und verantwortungsbewusst sind.
Das Gassigehen mit diesen Hunden kann ohne Leine leicht zum Abenteuer geraten. Sie hören das feinste Rascheln und fühlen sich berufen pausenlos Beute zu machen. Dazu sind sie Stur und erst zufrieden wenn sie selber die Richtung bestimmen können. Dieses Verhalten allerdings verzeiht man ihnen sehr gerne. Mit ihren Streichen, ihrer Clownerie und dem offensichtlich im Welpenalter erfolgreich geübten kokettem Augenaufschlag sind sie allemal in der Lage die Situation für sich zu entscheiden.


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