Wie sich die Zeiten ändern - die Entwicklung der Tonstudiotechnik

Homestudios, wie sie heute vielfach existieren, wären noch vor wenigen Jahrzehnten undenkbar gewesen. Alles, was man heute dazu braucht, kann man bequem im World Wide Web bestellen: Rechner, passende Software, Mikrofon und noch einige andere Utensilien und schon kann es losgehen mit der Produktion von eigenen Soundaufnahmen.

Bearbeitung und Aufnahme - alles kann am Rechner geschehen: die Musik wird digital aufgenommen und digital geschnitten ohne Verlust der ursprünglichen Aufnahme. Sogar beeindruckende Akustik-Effekte lassen sich mit nur wenigen Klicks einfach und bequem dazumischen.

Kein Wunder also, dass nicht nur Sounds, sondern ebenso Fernsehbeiträge und anderes vollständig am Rechner produziert werden.

Doch vor dem Einzug der Digitaltechnik Ende der 80er Jahre zeigten die Tonstudios noch ein ganz anderes Gesicht. Eine Vielzahl an geradezu gewaltigen analogen Apparaturen wie Bandmaschinen und Mischpulte waren notwendig. Darüber hinaus wurde eine ganze Schar an Spezialisten gebraucht, um einen Song aufnehmen zu können: Tontechniker, Toningenieur und Tonmeister. Jeder spezielle Klangeffekt konnte nur durch ein eigens hierfür hergestelltes Gerät realisiert werden.

Heute, im digitalen Zeitalter, kümmert man sich im Wesentlichen um eine Perfektionierung der Akustik des Tonstudios insbesondere mittels spezieller akustischer Vorrichtungen wie Absorbern und Diffusoren.
Ein Tonstudio besteht aus zwei Räumen: dem Aufnahmeraum, in dem sich die Schallquelle (im Regelfall also die Musiker) befindet und dem Regieraum mit den Studioabhören.

Wenn man die Situation von früher mit der heute vergleicht, verwundert es also nicht, dass die Einrichtung von Homestudios im eigenen Zuhause eine recht neue Erscheinung ist. Qualitativ sind diese privaten Aufnahmen zwar nicht mit denjenigen professioneller Studios vergleichbar, was vor allem an den unzureichenden akustischen Eigenschaften der eigenen Wohnung liegt. Dennoch kommt man trotz allem zu guten Ergebnissen.

Ein Artikel von Jens Wolters, info@44seven.de


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