Säulenbohrmaschine im Überblick
Unter dem Begriff Säulenbohrmaschine (oder auch Ständerbohrmaschine) versteht man eine fest installierte Bohrmaschine mit einem in der Höhe verstellbaren Bohrtisch. Obwohl der Begriff im eigentlichen eine große Bohrmaschine mit ca. 1,60 - 1,90 Meter Höhe beschreibt, finden sich am Markt natürlich auch deutlich kleinere Ausführungen, die sich in den meisten Fällen jedoch eher an Hobbybastler, Heimwerker oder Gelegenheitsnutzer richten.
Die Säulenbohrmaschine wurde etwa 1830 erfunden und verdankt Ihren Namen der ursprünglichen Bauform, bei der eine Säule als Dreh- und Angelpunkt für den Aufbau genutzt wird. Am oberen Ende der Bohrmaschine befindet sich der Bohrkopf, in dem Motor und Bohrspindel untergebracht sind. Auf der Spindel wird dann ein passendes Spannfutter befestigt in welches das eigentliche Bohrwerkzeug eingespannt wird.
Der untere Teil der Säulenbohrmaschine endet in einem Fuß, damit die Maschine fest auf dem Boden gestellt werden kann. Bei hoher Beanspruchung wird dieser Fuß teilweise noch mit Schrauben im Untergrund verankert.
Der mittlere Teil der Säule ist gerippt (Zahnstangen), damit an dieser Stelle der Bohrtisch mit einem Zahnrad montiert werden kann. Mittels einer Kurbel kann so der Bohrtisch - je nach Fertigungsqualität - hochgenau verstellt werden. Um größere Werkstücke bearbeiten zu können kann dieser Tisch in den meisten Fällen abgeschraubt, bzw. um 360° geschwenkt werden, damit das Fußstück der Säulenbohrmaschine als Werkzeughalterung genutzt werden kann. Oft sind hier T-Nuten in Bohrtisch und Fuß vorhanden, die als Hilfsmittel zur Werkstückspannung genutzt werden können.
Der Motor einer großen Bohrmaschine ist in den meisten Fällen über einen Spannungswandler in der Geschwindigkeit komplett regelbar. Bei der normalen Säulenbohrmaschine mit Riemenantrieb müssen zur Regulierung der Geschwindigkeit die Riemen im Gehäusekopf umgelegt werden. Eine genaue Einstellung der Umdrehungszahl ist so aber nur in ca. 7-12 Stufen möglich. Das verwendete Material und vor allen Dingen natürlich auch der Durchmesser der Säule entscheiden letztendlich, welchen Belastungen (Druck) die Bohrmaschine ausgesetzt werden kann, ohne sich bei der Arbeit zu verziehen. Je dünner die Säule hierbei ist, umso höher ist auch die Gefahr, dass passgenaue Bohrungen - besonders in hochfeste Materialien - unmöglich sind.