Der Vatikan - der Staat in Rom
Unsere ursprünglich als Hochzeitsreise geplante Tour nach Rom hat jetzt endlich geklappt. Am meisten fasziniert war ich dabei vom kleinsten Staat der Welt, dem Vatikanstaat. Auf einer Fläche von ca. 0,44 km² wohnen knapp 1000 Menschen. Dennoch hat er vieles zu bieten, was zu einem Staat gehört: Neben einem Rundfunksender und einem Bahnhof gibt es im Vatikan sowohl eigene Münzen als auch Briefmarken und eine Post. Selbst eine Schutztruppe steht zur Verfügung, die berühmte Schweizer Garde mit ihren herrlichen Uniformen von Michelangelo.
Der Vatikan ist ein souveräner Staat. An der Spitze der Regierung steht das Oberhaupt der katholischen Kirche, der Papst. Seinen eigenständigen Status hat der Ministaat 1929 durch die Lateran-Verträge mit Italien erhalten. Darin wurden ihm zusätzlichen Hoheitsrechte und Gebäude, wie zum Beispiel die päpstliche Sommerresidenz Castel Gandolfo und andere Paläste und Basiliken in Rom zugesichert.
Der gewaltige Petersdom, der über dem Grab des Apostels Petrus errichtet worden sein soll, ist der Mittelpunkt des Staates. Unter dem Petersdom liegen in den Vatikanischen Grotten, die Gräber der Päpste. Durch die "Porta Santa" gelangt man auf den Petersplatz. Nur hier auf dem Peterplatz ist die eigentliche Vatikanstadt offen, die anderen drei Seiten sind von Festungsmauern begrenzt. Im Apostolischen Palast, nördlich des Petersplatzes gelegen, befindet sich neben Audienzräumen auch die Privatwohnung des Papstes. Erwähnen möchte ich auch noch das Gästehaus "Santa Maria",. Hier wohnen die Kardinäle während des Konklaves. Berühmt ist natürlich auch die Sixtinisch Kapelle mit ihrer von Michelangelo bemalten Decke oder auch die Vatikanischen Bibliothek.
Viele Diskussionen gab es bereits um das Vermögen des Vatikans: Die Experten gehen von einen Wert von bis zu 10 Milliarden Euro aus, wobei hier auch die Kunstwerke und Gebäude, die zum Teil unverkäuflich sind, mit einberechnet wurden.
Ute Wittmann
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