Lurö im Schärenbezirk des Vänersees
Im Vänersee gibt es ca. 22.000 unterschiedlich große Inseln und Klippen. Eine dieser Inseln ist Lurö. Vor der Landerhöhung bestand Lurö aus 3 Inseln, nämlich Husön, Källbergsön und Lurö. Bei sehr hohem Wasserstand werden die schmalen Landverbindungen der 3 Inseln noch immer vom Wasser überschwemmt.
Die Geschichte von Lurö reicht weit in die Vergangenheit zurück. Der Sage nach kamen in der Mitte des 11. Jahrhunderts Mönche nach Lurö. Durch die Ausgrabungen wird diese Sage bestätigt. Im Mittelalter war Lurö ein Rastplatz für die Pilger auf dem Weg nach Nidaros (Trondheim). Das Ziel der Wallfahrt war das Grab des Heiligen St. Olovs.
Lange Zeit gehörte Lurö zu Västergötland, aber im Jahr 1569 wurde Lurö dem Regierungsbezirk Värmland zugeführt. Im 16. und 17. Jahrhundert wohnten 2-4 Familien ständig auf der Insel. Zu dieser Zeit war Lurö Freibezirk d.h. die Höfe auf Lurö waren von der Steuer befreit. Ende des 17. Jahrhunderts war der Pächter auf Lurö auch Gastwirt. Auch auf Kållandsö und auf Ekenäs gab es Herbergen. Die dortigen Gastwirte ruderten die Gäste nach Lurö. Von Lurö wiederum besorgten die Gastgeber auf der Insel die Weiterfahrt zum andern Seeufer. Im Winter wurden die Reisenden mit Pferd und Schlitten über den See gefahren. Von 1830-1850 gab es eine Ziegelei auf Lurö. Diese wurde aus Steinen der Klosterruine erbaut.
Mehrere archäologische Ausgrabungen hat man auf Lurö durchgeführt. Diese Ausgrabungen werden fortgesetzt. Seit den sechziger Jahren ist der Schärenbezirk von Eskilsäter und Lurö geschützt. Das Gebiet hat eine wunderbare Natur mit reicher Flora und vielfältigem Vogelleben.
Die Fahrt nach Lurö erfolgt mit dem Boot. Die Insel bietet mit seiner Flora und Fauna ein reiches Naturerlebnis. Es ist im privaten Besitztum, ausgenommen das Naturschutzgebiet. Es gibt 2 schöne Stellen mit Sandstrand zum Baden. Toiletten sind an mehreren Stellen vorhanden. Das Wetter auf Lurö ist oft besser als auf dem Festland. Der Vänersee wirkt ausgleichend auf das Klima und Lurö hat viel weniger Regen. Die Boote sind Fischerboote für jeweils 12-24 Passagiere. Auf den Booten gibt es leihweise Schwimmwesten. Für kleine Kinder ist es empfehlenswert, eigene Schwimmwesten mitzunehmen. Auf Lurö angekommen, kann man auf markierten Wegen wandern, fischen, baden und die Überreste einer Ziegelei, einer Kirche und einer Herberge besichtigen. Vielleicht lockt Sie ein Aufenthalt in der Fischerhütte auf der kleinen Insel Vithall.
Weitere Informationen über Lurö kann man in dem Buch: "Lurö - ön i Vänerns mitt" von Rut Andersson nachlesen.
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