Varianten des Trikotdrucks
Einheitlich gestaltete Sport-Trikots sind nicht nur bei Wettkämpfen wichtig, um Mannschaften auseinander halten zu können. Sie bilden in ihrer Einheitlichkeit bereits beim Training ein Gemeinschaftsgefühl aus, das sich unter anderem über Symbole oder Logos definiert, die jede Mannschaft oder jeder Verein individuell für sich wählt.
Vor diesem Hintergrund ist es von großem Vorteil, dass für die freie Gestaltung der Trikots eine ganze Reihe unterschiedlicher Drucktechniken zur Verfügung steht, zwischen denen in den meisten Onlineshops gewählt werden kann. Je nach Art der Gestaltung und der Motive, die auf das Trikot oder gleich einen ganzen Trikotsatz gedruckt werden sollen, empfehlen sich jedoch nicht alle Druckverfahren gleichermaßen. Jede Drucktechnik hat eigene Vor- und Nachteile, die gegeneinander abgewogen werden müssen.
Bei Trikots beliebt und weit verbreitet ist das Flock-Druckverfahren. Flockdruck ist die edelste, gleichsam auch teuerste Variante, Textilien bedrucken zu lassen. Dabei wird eine spezielle Folie, deren Oberfläche typischerweise samtig weich ist, mit einem Plotter ausgeschnitten und unter großen Druck und hoher Temperatur mit dem Stoff verbunden. Dazu befindet sich an der Unterseite der Folie eine spezielle Klebefläche.
Es handelt sich hierbei um keinen Druck im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr um das Aufbringen einer Folie, verblassen die Farben auch bei häufigem Waschen nicht. Bis zu 60° C halten die Trikots in der Waschmaschine aus, ohne dass die Aufdrucke Schaden nehmen oder an Brillanz verlieren. Allerdings ist die Anzahl der Farben sehr begrenzt, weil jede Farbe einzeln aufgebracht werden muss. Farbverläufe sind mit diesem Verfahren nicht realisierbar. Da Trikots aber ohnehin nicht knallbunt sind, sondern meist ein oder zwei Farben dominieren, stellt das in der Regel kein Problem dar.
Im Gegensatz dazu steht das Digitaldruckverfahren. Hier wird das Druckbild vom Computer auf einen Träger gedruckt. Von diesem wird das Bild dann auf den Stoff übertragen. Die neuste Technik bildet das Digital-Direktdruck-Verfahren. Die Farbe wird direkt auf den Stoff aufgetragen, woraus sich der Vorteil ergibt, dass es grafisch keinerlei Einschränkungen mehr gibt. Egal ob Logo oder Fotos, Schriftzug oder sonstige Grafiken, der Digital-Direktdruck setzt der gestalterischen Freiheit keine Grenzen. Der Farbauftrag ist ausgesprochen präzise, es gibt keinen störenden Rand wie beim normalen Digital-Druck und es gibt keine farblichen Einschränkungen mehr. Farbe und Gewebe verbinden sich miteinander, was den Tragekomfort erhöht.
Allerdings sind diese Drucke auch etwas empfindlicher. Sie können nur bis 40° C gewaschen werden, wenn man kein Verblassen der Farben riskieren möchte. Auffrischen kann man Farben effektiv, wenn man den Stoff nach dem Waschen kurz von links bügelt. Das bringt die Farben wieder zum Leuchten.
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