Schwimmen vom Altertum bis heute
Menschen sind seit Jahrtausenden gerne geschwommen, wenngleich wir heutzutage wenig über die Anfänge des Schwimmens wissen. Australien ist erstaunlicherweise eines der Länder, wo vergleichsweise vieles über die Ursprünge des Schwimmens und die Vorliebe zum Wasser in der frühen Geschichte der Menschheit bekannt ist.
Es waren die Aborigines, die Ureinwohner Australiens, die sich seit ihren Anfängen im feuchten Element bewegten. Es gibt auch heute wenige Länder die so begeistert vom Schwimmen sind, wie Australien und seine Einwohner. In Australien kann praktisch jeder Bewohner schwimmen, und zwar nicht nur als Pflichtübung, sondern weil es ihm wirklich Spaß macht.
Viele alte, hochzivilisierte Kulturen hinterließen Zeugnisse ihrer Schwimmbegeisterung, gleichgültig ob Perser, Phönizier, Ägypter, Römer oder Griechen.
Die ältesten und berühmtesten Abbildungen schwimmender Menschen in Europa und Zentralasien wurden in der Region der Kebir-Wüste gefunden. Diese werden auf ein Alter von über 6.000 Jahren geschätzt. Viele der antiken Darstellungen stammen allerdings aus dem Gebiet des heutigen Italien. Das älteste ist ungefähr 2.600 Jahre alt und stammt aus der Epoche der Etrusker. Das älteste Zeugnis aus dem antiken Griechenland ist rund 100 Jahre jünger und zeigt in einer Grabanlage schwimmende und tauchende Menschen.
Schriftliche Dokumente oder Verweise auf die Schwimmleidenschaft der Menschen überspannen die letzten 3.000 Jahre. Große, antike Werke wie die Bibel, die Illias oder die Odyssey geben Zeugnis über das Schwimmen.
Schwimmen im Sinne des sportlichen Wettbewerbes wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England kultiviert und zelebriert. Einladungen für Wettschwimmen in London wurden weltweit versandt – auch in die neue Welt. Das klassische Brustschwimmen bildete den Standard. Jedoch sind auch bereits erste Formen des Kraulens zu finden, die zu dieser Zeit als Wiederentdeckung alter indianischer Schwimmstile bezeichnet wurden. Wahrscheinlich um die eleganten, feinen Damen im Publikum mit der ungebundenen Kraft des Ursprünglichen zu beeindrucken.
Der erste Mensch, der je den Ärmelkanal durchschwamm war Captain Matthew Webb im Jahre 1875. Einer seiner Wettbewerber, J. Arthur Trudgen, wandte damals technisch eine Mischung aus Brustschwimmen und einem Vorläufer des heutigen Kraulens an, welches er sich bei südamerikanischen Ureinwohner abgeschaut hatte. Dieser Trudgen-Schwimmstil wurde schnell von vielen Sport-Schwimmern adaptiert und perfektioniert.
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