Die Kampfsportart Karate

Karte-Do, der „Weg der leeren Hand”, ist wie so viele Kampfsportarten aus dem Shaolin-Quanfa (Shaolin-Kungfu ) entstanden, das der Mönch Daruma Taishi im 6 Jahrhundert in China entwickelte.

Karte ist seiner jetzigen Form, trat auf der Insel Okinawa (damals das Königreich der Ryukyu-Inseln)erstmalig in Erscheinung.Über den genauen Zeitpunkt ist nicht überliefert.

Da das tragen von Waffen auf den Ryukyu-Inseln per Gesetz verboten wurde, entwickelte sich Karate als Selbstverteidigung sehr schnell weiter. Karate ist stark vom Bushido (Weg des Kriegers) beeinflusst, dem Codex der Samurai.

Mehr als nur Kampfsport und Selbstverteidigung, versteht man Karate auch als Weiterentwicklung der Persönlichkeit und des Charakters.

Von Funakoshi Gichin, den Begründer des Karate Stil Shotokan stammt der Spruch:”Man kann sehr, sehr lange trainieren, aber wenn man immer nur Hände und Füße bewegt und wie eine Marionette umherspringt, dann ist Karate nicht anders als Tanzen lernen. Man wird die Hauptsache verfehlen. Es wird so nicht gelingen, die Quintessenz des Karate-Do zu begreifen.”

Heutzutage existieren mehrer Stilrichtungen im Karte. Zu den am weitesten verbreiteten zählen: Shotokan Karate, Shito-Ryu Karate, Goju-Ryu Karate und Wado-Ryu Karate.
Die drei Säulen des Karate sind:Kihon, Kata und Kumite.

Kihon ist die Grundschule, des erlernen der einzelnen Techniken, also Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken sowie Fußfeger. Kata ist der, in seiner Form festgelegte, Kampf gegen imaginäre Gegner. Kumite ist der eigentliche Kampf.

Die Etikette im Karate ist extrem wichtig und Fehlverhalten wird vom Lehrer (Sensei) sofort getadelt. So gilt es z.B. als äußerst unhöflich hinter dem Rücken des Sensei entlangzulaufen oder mit verschränkten Armen dazustehen, während der Sensei redet.

Den Trainigsort, das Dojo, betritt man nicht, ohne sich zu verbeugen und das gilt auch beim verlassen des Dojo. Jeder Teilnehmer (Karateka) trägt im Dojo und beim Wettkampf einen sauberen, in der Regel weißen Anzug, der Gi genannt wird.

Die Graduierung im Karate, die farbigen Gürtel stammen wahrscheinlich vom Judo ab.

Der Weissgurt 9. Kyu ist die unterste Stufe den Schwarzgurt gibt es in Stufen bis zum 10. Dan. Karate zählt nicht zu den olympischen Sportarten.


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