Geräteturnen
Das Geräteturnen ist ein Sport, bei dem jegliche Muskelpartie beansprucht und somit trainiert wird. Aufgrund der heutigen Erkenntnisse können für den Körper schädliche Bewegungen oder Trainingsmethoden vollkommen vermieden werden. Dadurch ist das Geräteturnen einer der gesündesten Sportarten die es gibt.
Das Geräteturnen der Männer besteht aus 6 verschiedenen Geräten:
Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck haben sich seit Beginn des Turnsports immer weiter entwickelt.
- Boden:
- Der Boden auf dem geturnt wird besteht aus biegsamen Holzbrettern, an deren Unterseite ungefähr 10 cm breite und 20 cm hohe Schaumstoffklötze befestigt sind.
Darauf werden Bodenläufer gelegt, die aus weichem Schaumstoff und einer Art Teppich bestehen. Dank dieser Technik können akrobatische Hochleistungen wie gestreckte Doppelsaltos auf diesem Boden geturnt werden. Natürlich gehört aber nicht nur die Technik zu solchen turnerischen Elementen, sondern auch sehr viel Übung, Kraft, Dehnung und Talent. - Pauschenpferd:
- Das Pauschenpferd ist wohl das schwerste Gerät der Männer, da es enorm schwierig ist das Gleichgewicht zu halten, während man mit verschiedenen Schwungbewegungen, wie Kreisflanken als Ausgangsposition, ungefähr 1 Minute unter Maximalkraft auf diesem Gerät turnt. Die enormen Kräfte, die auf den Körper während einer Übung wirken können einen bei einer einzigen falschen Bewegung von dem Gerät reißen. Das Turnen am Pauschenpferd sieht zwar sehr einfach aus, ist es aber nicht, da man dauerhaft Maximalkraft aufbringen muss und zugleich schwierige Schwungelemente ausführen muss.
- Ringe:
- Die Ringe bestehen aus zwei hölzernen Ringen, die an Stahlseilen an einem Gerüst befestigt sind. Durch den Aufbau des Gerüsts und der oben angebrachten Aufhängung können die Ringe leicht federn, damit man sich bei falscher Benutzung, oder einem so genannten Sackschwung nicht die Schultern auskugelt oder Rückenbeschwerden auftreten können. Das Ringe-Turnen besteht hauptsächlich aus zwei Elementkategorien: Den Kraft und den Schwungelementen. Doch an den Ringen überwiegen die Kraftelemente gegenüber den Schwungelementen immens. Deshalb ist das Ringe-Turnen auch ein sehr kraftaufwendiges gerät.
- Sprung:
- Seit Neustem ist am Sprung der Sprungtisch als Gerät eingeführt, was völlig neue Türen für das Turnen am Sprung öffnet. Der Oberteil sieht aus wie eine Zunge aus einer Kombination von Schaumstoff und rauem Stoff. Dieses Gebilde wird durch darunter eingebaute Stahlfedern gefedert und bietet eine enorme Verstärkung für den Abdruck des Turners. Dies ermöglicht höher und länger in der zweiten Abdrucksfase zu fliegen und somit neue Möglichkeiten um schwerere Elemente zu Turnen, wie zum Beispiel einen Doppel-Sukahara.
- Barren:
- Der Barren besteht aus einem massiven, eisernen Unterbau von dem vier Stangen nach oben ragen, auf denen wiederum 2 hölzerne Holmen befestigt sind. Dank der technischen Entwicklung ist es fast nicht mehr möglich diese Holmen zu durchbrechen und dadurch schwere Verletzungen zu erleiden. Das Turnen an diesem Gerät besteht meistens nur aus Schwung, was allerdings nicht bedeutet, dass man für dieses Gerät keine Kraft braucht. Um die starken Kräfte zu halten, den Barrenholmen so zuverformen, dass man durch dessen Hilfe weit über den Barren fliegen kann, braucht man sehr viel Kraft, Koordination, und Übung der Bewegungsabläufe bevor man solche riskanten Übungsteile erlernen kann.
- Reck:
- Das Reck ist ein Gebilde, das aus 2 vertikalen Stützen besteht und zwischen denen eine Stange aus bestimmten Metall und einem eingearbeiteten Stahlseil besteht. Durch dieses Stahlseil wird verhindert, dass bei einem Bruch der Reckstange die ganzen Aufhängungen und Stützstangen auseinander fallen und der Turnen oder andere Personen vor schwerwiegenden Verletzungen geschützt ist.
Beim Reckturnen gibt es keine direkten Kraftelemente, doch dafür muss der Turner die Reckstange z.B. so verformen, dass die Reckstange ihn nach vorne wegschleudert, so dass er von der Stange weg fliegt und einen "sauberen" Abgang machen kann.
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