Durchblick im Spieledschungel
Aus dem Browser heraus startbare Computerspiele - aufgrund der verwendeten Programmierumgebung Flashgames genannt - gibt es schon fast so lange wie das Internet. Bereits in den späten 90er Jahren haben findige Coder Onlinespiele entwickelt, die Schülern wie Büroangestellten bis heute eine willkomme Abwechslung im harten Arbeitsalltag versprechen. Einen richtigen Boom erlebten die Onlinespiele aber erst mit der Verbreitung breitbandiger Internetzugänge wie DSL und Kabel-Internet und - in diesem Zusammenhang - mit dem Siegeszug von Flatrates. Musste früher ständig auf die Uhr geschaut werden, wollte man nicht die eigene Internetrechnung ruinieren, stellt dies in Zeiten pauschaler Abrechnungen kein Problem mehr dar. Zudem laden die Online Spiele bei Bandbreiten von häufig mehreren Megabit innerhalb weniger Sekunden, so dass auch ein seltener ?Fehlgriff? nicht ins Gewicht fällt.
Natürlich hat die Entwicklung aber auch ihre Schattenseiten. Mehrere Tausend Flashgames gibt es mittlerweile - wer sich nicht hoffnungslos im Spieledschungel verirren will, kommt mit Linklisten und Suchmaschinen nicht weit.
Abhilfe schaffen dagegen spezialisierte Spieleportale, die meist selbst mehrere Hundert Onlinespiele bereithalten. Die Flashgames sind dabei übersichtlich in verschiedene Rubriken eingeteilt und in der Regel auch mit einer kurzen Beschreibung versehen. Praktisch gerade bei ausländischen, aber nicht englischsprachigen Spielen ist auch eine Kurzanleitung über die relevanten Tastaturbefehle.
Dem Spielspaß steht auf diesem Weg keine langwierige Suchsession bevor und im Weg. Hat man sich erst für ?sein? Portal entschieden, wird man meist ganz automatisch mit den besten Online Spielen aus den weiten des Internets versorgt und kann ungezwungen mit den zahlreichen Spieleperlen die Zeit vergessen sowie auf andere Gedanken kommen. Die Uhr sollte man gleichwohl dennoch im Auge behalten, will man nicht viele Stunden von den gratis Minispielchen gefesselt werden und wichtige Dinge unnötig aufschieben. Die eigenen Grenzen zu kennen, übernehmen auch nicht die sonst einwandfreien Spieleseiten für den Gamer.
J. Haupt
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