Gothic 3: Der Mythos lebt weiter
Der Name "Gothic" lässt viele Spieleraugen aufleuchten. Das PC Spiel, welches von dem deutschen Entwickler Pyrania Bytes entwickelt wird, zählt unter vielen Rollenspielfans zu den besten seiner Art. Es fing alles im Jahre 2001 an. Eine abwechslungsreiche 3D - Spielwelt und die dichte Atmosphäre von Gothic I begeisterte zahlreiche Spieler. Die Spielwelt war angefüllt mit Objekten und Personen mit denen man interagieren konnte. Die Dialoge sprühten vor schwarzem Humor und Einfallsreichtum. Kein Wunder dass die Fans mit Nachdruck auf einen Nachfolger hofften. Pyrania Bytes erhörte das Flehen vieler Fans und stellte mit Gothic II 2002 den zweiten Teil der Serie vor. Die Spielwelt wurde beinahe drei Mal so groß wie die in Gothic I.
Die Grafik wurde weiter verbessert und wurde von einigen Fachmagazinen sogar ausgezeichnet. Mit der Erweiterung "Die Nacht des Rabens" wurde das Kapitel Gothic II beendet. Im Jahre 2006 erschien nun der neuste Teil der Spieleserie, doch die Fans sind gespalten. So klagten viele Spieler über zu viele Bugs die den Spielspaß beeinträchtigten oder das ganze Spiel gar zum Absturz brachten. Mit den aktuellsten Patch sind diese Probleme jedoch weitestgehend gelöst. Im Spiel wird die Geschichte von Gothic II weiter erzählt. Die Grafik wurde komplett neu programmiert und vollführte einen Quantensprung. Die Spielwelt wurde ein weiteres mal stark vergrößert und lässt dem Spieler große Freiheiten. Die Spielmusik wurde aufwändig mit einem Orchester eingespielt und wurde von vielen Spielemagazinen ausgezeichnet. So bombastisch die Features auch sind, so salzig sind auch die Anforderungen an den eigenen Computer.
Ein aktuelles System mit mindestens 1024MB sind schon beinahe Pflicht um flüssig spielen zu können. Eine aktuelle Grafikkarte und ein schneller Prozessor sind ebenfalls zu empfehlen wenn man Ruckler vermeiden möchte. Spieler, die über solch einen schnellen Rechner verfügen, werden dann aber auch auf alle Fälle auf ihre Kosten kommen. 350000 Käufer kann Gothic mittlerweile im deutschsprachigen Raum schon verbuchen. Vor allem die Spieler, die schon die ersten beiden Teile gespielt haben, werden sich freuen. Es tauchen bekannte Charaktere aus den beiden Vorgängern auf. Das bekannte und von vielen Leuten sehr geschätzte Spielgefühl ist nicht verloren gegangen. Noch immer startet man als der Namenlose (in allen Gothic Teilen wird dem Held kein Namen gegeben) ohne die für Rollenspiele übliche Charaktergenerierung und ist sofort im Geschehen.
In Gothic III starten man jedoch nicht - wie noch in Teil I und II - als Niemand der alles neu erlernen muss. Grundfähigkeiten werden dem Helden vom Start weg mitgegeben und der Spieler muss diese dann im Laufe des Spieles weiter entwickeln um gegen stärkere Gegner und Monster zu bestehen. Dabei stehen dem eigenen Spielcharakter zum Teil auch befreundete NPCs (Charaktere die von dem Computer gesteuert werden und nicht von einem Spieler) zur Seite. Die Spielwelt ist zwar riesengroß, dabei jedoch nicht unübersichtlich. Der Spieler weiß praktisch immer wo er hinzugehen hat um seine Aufträge erfüllen zu können.
Die Spieldauer von bis zu 35 Stunden fällt überdurchschnittlich lang aus und sorgt für lang andauernde Motivation. Gothic III gilt nicht umsonst als eines der besten PC Spiele aus Deutschland.
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