Erdöl

Erdöl ist ein helles bis schwarzgrünes, dünn- bis dickflüssiges öliges Gemenge, welches überwiegend aus Kohlenwasserstoff besteht. Es kommt als Rohstoff in natürlichen Lagerstätten vor.

Wirtschaftlich gesehen gewinnt es in vielen Bereichen immer mehr an Bedeutung. Wer alleine an die vielen Kraftfahrzeuge denkt, weiß, welchen Stellenwert es heutzutage einnimmt. Aber nicht nur hier ist es von immenser Bedeutung, auch für den Flugverkehr, Schiffsverkehr oder die Eisenbahn - kurzum, ohne Erdöl stände bald alles still. Der überwiegende Teil der Erdölförderung wird in Motoren verbrannt und für die Wärme- und Stromerzeugung ist er ein wesentlicher Grundstoff. Aber auch in anderen Sparten des täglichen Lebens wird Erdöl eingesetzt, beispielsweise bei der Produktion von Kosmetika wie Cremes und Lippenstift, aber auch bei der Herstellung von Lacken, Farben, Wasch- und Arzneimitteln, Klebstoffen sowie Pullovern und Strumpfhosen.

Diese Vielfalt macht verständlich, weshalb Eröl als Rohstoff von so großer Bedeutung ist. Doch viele Vorkommen liegen ungünstig - in den Kältewüsten Kanadas, Alaskas, Sibiriens oder in der Antarktis. Die bedeutendsten Vorräte sind am Persischen Golf, in den heißen Wüstenzonen und im Meer zu finden.

Erdöl ist in flachen und warmen Meeren aus unzähligen kleinen Meerestieren und dem so genannten Plankton, welches sich am Meeresboden absetzte und Faulschlamm bildete, entstanden.

Meerestierchen und Plankton waren jedoch von der Sauerstoffzufuhr abschlossen und konnten nicht völlig verwesen. Unter Mitwirkung von Bakterien bildete sich aus den organischen Stoffen bei Sauerstoffausschluss Erdöl. Aufgrund von Erdverschiebungen senkte sich der Meeresboden ab, wobei Sand und durch Flüsse herantransportiertes Geröll die Faulschlammschichten überdeckten und zusammenpressten. Durch so entstandenen Druck und Hitze wurde aus dem Faulschlamm ein Gestein - das Erdölmuttergestein. Es bildeten sich schwarzes, dickflüssiges Erdöl und auch Gasbläschen, das Erdgas.

Jedes Risiko erscheint bei der Förderung gerechtfertigt, um ein wenig mehr Unabhängigkeit von den Förderländern zu erreichen. Während Saudi-Arabien zum Beispiel 1998 über 404 Mio. Tonnen förderte, brachte es Deutschland auf 2,9 Mio. Tonnen.

Aber nicht nur die begrenzten Ölvorkommen lassen die Rohölpreise ständig steigen, sondern auch die politischen Situationen in den Ölförderländern sind ausschlaggebend. Darüber hinaus nimmt sogar das Wetter Einfluss auf die Preise - zuletzt in 2005, als Hurrikans in Amerika wüteten.

Übrigens ist der Dollar die einzige Handelswährung für Öl auf dem Weltmarkt.


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