Schmuck - die Macht der Schönheit
Schmuck ist fast so alt wie die Menschheit und hat die Menschen zu jeder Zeit fasziniert. Dabei ist es eine reine Geschmacksache und auch in einzelnen Kulturen sehr unterschiedlich, was man unter Schmuck versteht. Nur noch die wenigsten Menschen fertigen sich ihren Schmuck selbst an. Zumeist wird der Schmuck in einem Fachgeschäft gekauft oder im Schmuckversand bestellt.
Sobald Schmuck aber nicht selbst hergestellt, sondern gekauft wird, muss ich als Käufer beurteilen können, ob der Schmuck, den ich kaufe, auch das Geld wert ist, das ich dafür bezahle. Dies gilt natürlich ganz besonders für teuren Schmuck mit echten Edelsteinen. Daher ist es wichtig, zumindest Grundkenntnisse zur Beurteilung von Schmuckqualität siwie zur Beurteilung der Qualität von Edelsteinen zu besitzen. Schauen wir uns daher den wichtigsten und teuersten Bestandteil von echtem Schmuck an: den Diamanten.
Was ist eigentlich ein Diamant? Der Diamant (griechisch "adamas" = unbezwingbar) ist ein aus reinem Kohlenstoff (C) bestehendes Mineral. Seinen Namen bekam er, weil er der härteste natürliche Stoff (Ritzhärte 10) ist, der auf der Erde zu finden ist. Seine Schleifhärte ist 140mal größer als die von Rubinen und Saphiren, den nächst härteren Edelsteinen nach dem Diamanten. Aus diesem Grund gilt der Diamant als geradezu unvergänglich. Obwohl der Diamant zu einem wichtigen Bestandteil für die Schmuckherstellung geworden ist, sind nur weniger als 25 Prozent der weltweit gefundenen Steine für die Verarbeitung in Schmuck geeignet. Aufgrund der optischen Effekte, der hohen Härte und der Seltenheit gilt der Diamant als der "König der Edelsteine".
Der Ursprung des Diamanten reicht Millionen Jahre zurück, als Vulkanausbrüche Lavaströme auf die Erde schleuderten. Die Kombination aus Hitze und Druck führte bei ca. 1.400 °C zur Kristallisation des Kohlenstoffes und somit zur Entstehung von Diamanten. Ein Rohdiamant würde niemandem ins Auge fallen. Der Fähigkeit des Schleifers ist es zu verdanken, dass die darin verborgene Schönheit sich uns offenbart. Es handelt sich um eine sehr diffizile Arbeit, bei der der Diamant ca. 50% seines urspr. Rohgewichtes verliert. Für den Schliff ausschlaggebend sind die Technik und die Spaltrichtung bei der Teilung des Steines. Das Reiben bzw. Grauen verleiht dem Rohdiamanten die abgerundete Form. Das Schleifen und der Feinschliff (Polieren) sind die abschließenden Arbeitsgänge.
Vier Kriterien, die sog. "4 C" bestimmen den Wert eines geschliffenen Diamanten und damit auch seinen Preis: Carat/Gewicht, Cut/Schliff, Colour/Farbe und Clarity/Reinheit. Keine zwei Diamanten sind gleich, selbst wenn sie dem bloßen Auge identisch erscheinen.
Stefan Sommerinfo [AT] opusvendi.de