Das Lukasevangelium

Das Evangelium nach Lukas ist der dritte von insgesamt vier Berichten über das Leben und Wirken Jesu Christi. Es wurde vom Arzt Lukas geschrieben, der auch der Verfasser der Apostelgeschichte ist. Lukas war ein Begleiter und Mitarbeiter des Paulus.

Der Adressat dieses Evangeliums war ursprünglich ein guter Freund des Lukas, nämlich der "hochedle Theophilus" (Lukas 1,3). Aber das Buch richtet sich natürlich an die gesamte Christenheit, wenn es auch insbesondere für die Griechen geschrieben wurde. "Grieche" kann aber auch als Synonym für alle Menschen aus den Nationen (= Nichtjuden) verstanden werden.

Lukas war denn auch ein sogenannter "Heidenchrist", also ein Christ, der keinen jüdischen Ursprung hatte.

Das Buch betont das vollkommene Menschsein Christi, den es als den Sohn des Menschen darstellt, die menschlich-göttliche Person, deren Geschlechtsregister bis auf Adam zurückgeführt wird. Lukas berichtet als Einziger von der Jugendzeit Christi und offenbart mehr über sein Gebetsleben Jesu als die anderen Evangelisten.

Im Lukasevangelium findet sich im zweiten Kapitel die weltbekannte Weihnachtsgeschichte, die in vielen Ländern an Heiligabend vorgelesen wird. Auch den Lobpreis des Zacharias (Benedictus), des Vaters Johannes des Täufers, und den Lobpreis der Maria (Magnificat), der Mutter Jesu, finden sich in diesem Evangelium.

Das Lukasevangelium ist auch in besonderer Weise das Evangelium des Mitleids. Es zeigt das Mitfühle unseres Herrn für alle, die zerbrochenen Herzens sind, für die Kranken, die Missachteten und die Leidtragenden. Es hebt auch den Dienst der Frauen für Christus hervor. Weil das Evangelium den Sohn des Menschen offenbart, betont es vor allem die weltweite Auswirkung der Erlösung.


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