Nordamerika: Nichts ist unmöglich

Von den Eisbergen der Arktis bis zu den dampfenden Dschungeln Nicaraguas und Panamas, von den Traumstränden der Karibik bis zur staubigen Kakteenlandschaft der mexikanischen Baja California - Nordamerika ist eine Welt für sich, die vieles zu bieten hat.

Fast eine halbe Milliarde Menschen teilen sich knapp 25 Millionen km²; es sind keineswegs nur die Bürger Kanadas, der USA und Mexikos, sondern auch die Bewohner der Inselstaaten im Atlantik, der kleinen Länder Mittelamerikas und des dänischen Grönland, die als Nordamerikaner zählen. Ein Urlaub in Nordamerika kann also vieles bedeuten.

Freunde der Berge werden sich im Westen des Halbkontinents besonders wohl fühlen. Von den Rocky Mountains, die bis nach Alaska hineinreichen, zieht sich die Gebirgskette weit nach Süden, wird zu den Kordilleren und schließlich zur Sierra Madre Occidental. Die Kräfte, die diese Berge formten, sind noch heute aktiv. Der San Andreas-Graben ist die Schnittstelle zwischen pazifischer und nordamerikanischer Platte, ein Reibungspunkt, der als Quelle spürbarer Erdbeben besonders die Bewohner von San Francisco und Los Angeles immer wieder in Angst versetzt. Wer besonders hoch hinaus möchte, muss sich dem Mount McKinley in der Alaskakette zuwenden, hier erreicht Nordamerika mit beinahe 6.200 m seinen höchsten Punkt. Auch im Osten gibt es Berge: Die Appalachen zählen zu den ältesten Gebirgen der Welt.

Einen besonderen Reisebericht kann verfassen, wer im Nordosten die größte Insel der Welt besucht: Grönland. Die hiesigen Inuit haben eine weitgehende Unabhängigkeit von Dänemark erreicht, sie verwalten ihr riesiges Reich aus Eis traditionsbewusst selbst.

An der Grenze zwischen Kanada und den USA liegen nicht nur die Niagarafälle, das weltberühmte Paradies der Jungvermählten, sondern eine ganze Wasserwelt: die "Großen Seen". Erie-, Huron-, Michigan- und Oberer See sind fast schon Meere, die allen Arten von Wassersport viel Raum bieten.

In der zentralen Tiefebene Nordamerikas, den "Great Plains", wird die Erinnerung an Karl May lebendig. An den Ufern von Missouri und Mississippi stoßen Sie immer wieder auf die Spuren der indianischen Ureinwohner. Apachen, Cherokee, Irokesen, Sioux, Mohawk - sie alle haben Geschichte geschrieben und waren den weißen Eroberern letztlich doch hoffnungslos unterlegen. Die Dakota haben sich zumindest indirekt ein Denkmal gesetzt: In Rugby, North Dakota, steht eine Säule auf dem offiziellen geographischen Mittelpunkt Nordamerikas.

Die ersten Kontakte der Indianer mit Europäern verliefen wohl noch harmlos. Etwa im Jahr 1000 erreichten die Wikinger Nordamerika, sie nannten es Vinland und blieben nicht lange. Erst Christoph Kolumbus läutete 1492 die Inbesitznahme Amerikas ein. Spanier, Niederländer, Dänen, Schweden, Franzosen und Engländer schnitten sich ihren Teil aus dem Kuchen. Bis heute gliedert sich Nordamerika in Angloamerika bzw. Anglokanada, Frankokanada und das Spanisch sprechende Lateinamerika.

Neben Kanada, den USA und Mexiko können Sie in Ihrem Reisepass die Stempel aus Belize, Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Panama in Mittelamerika sammeln; in der Karibik warten Antigua und Barbuda, die Bahamas, Barbados, Dominica, die Dominikanische Republik, Grenada, Haiti, Jamaika, Kuba, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen sowie Trinidad und Tobago auf Ihren Besuch; außerdem britische, französische und niederländische Übersee-Besitzungen mit unterschiedlichem Selbstverwaltungsgrad. Weitere Reiseberichte und Reiseinformationen finden sie unter www.urlaubsartikel24.de.


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