Hostel: Rucksacktourismus in Europa

Immer weniger Jugendliche haben daran Interesse mit Ihrem Eltern und Geschwistern einen klassischen Hotelurlaub mit Strand und Pool zu machen. Heutzutage verreist man mit Freunden oder Klassenkameraden und zwar „auf eigene Faust”. Meist in Großstädte wie Amsterdam, Prag oder Berlin. So genannte Backpacker machen meistens Europatouren bei denen Sie Städtehopping machen und von Stadt zu Stadt (bspw. mit dem Zug) fahren und überall die beliebtesten Clubs ausprobieren und das Nachtleben unsicher machen.

Die konventionelle arbeitende Bevölkerung kann dieses Phänomen nicht verstehen, schließlich benötigt man den Urlaub doch um den Alltagsstress zu entfliehen und sich am Pool oder am Strand zu entspannen. Viele deutsche Urlauber würden wohl nie auf ihren 2-wöchigen All-Inclusive-Urlaub in Griechenland, Mallorca oder der Türkei verzichten, wohingegen andere sich, nur mit einem Rucksack bepackt, mit bis zu 8 Mitreisenden in Gruppenzimmern quälen. Je größer die Gruppen desto günstiger die Zimmerpreise. Es gibt meistens 2, 4, 6 oder 8 Bett Zimmer (manchmal sogar 10 Bett Zimmer) in denen die jugendlichen Backpacker in Etagenbetten übernachten.

Die Idee von einem Hostel ist es an einer möglichst guten und beliebten Location (bspw. in der Innenstadt) möglichst günstige Schlafmöglichkeiten anzubieten. Three-Little-Pigs, ein Berliner Hostel, bietet zum Beispiel 8-Bett Zimmer für 11 Eur pro Person und Nacht an. In Verbindung mit Billigflugairlines oder Reisebusgesellschaften ist es so möglich ein Wochenende in einer fremden Stadt zu einem minimalen Preis zu genießen und sich am Montagmorgen wieder zurück in der Heimat zu befinden. Rucksacktourismus entstand in Deutschland in den 70er Jahren und bezeichnet Reisende die nur mit dem nötigsten bepackt sind und meist ohne klare Vorstellung der Unterkunftsmöglichkeit reisen. Oft werden erst vor Ort die Hostels erkundet und Preise und Locations verglichen.


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