Wolle - ein Naturprodukt

Ein Teppich zum Beispiel besteht aus Wolle. Aber woraus ist Wolle eigentlich?
Der Grundbaustein der Wolle ist das Eiweiß. Die Eiweißsubstanz der Wolle nennt man Keratin. Ein kleiner Blick ins Innere einer Wollfaser fördert einen dreiteiligen Aufbau zu Tage.

Den Kern ist die so genannte Medulla. Die Spindelzellschicht, Cortex , bildet den Faserstamm und somit die Mittelschicht der Wollfaser. Dort winden sich spiralförmig zwei verschiedene Faserhälften umeinander, die eine leicht verschiedenartige chemische Zusammensetzung haben .Die eine Faser quillt bei Feuchtigkeit mehr auf als die andere. Eine Cuticula genannte Schuppenzellschicht bildet die äußere Schicht. Die Schuppen sind sehr fein und dachziegelartig in eine Richtung angeordnet. Je größer die Schuppen in der äußeren Schicht sind, desto mehr glänzt die Wolle.

Wolle wird vielfältig eingesetzt. Neben Kleidungstücken bestehen auch Teppiche aus diesem Material.

Ob ein Teppich strapazierfähig und langlebig ist, ob seine Farben kräftig sind und trotzdem natürlich wirken, liegt nicht zuletzt an der verwendeten Wolle. Wolle vom lebendigen Schaf gezeichnet man als Schurwolle Die Schur erfolgt ein oder zweimal im Jahr. Die beste Wolle erhält man an den Schultern, den Flanken und den Halsseiten.

Eine der besten Wollqualitäten verdanken wir neuseeländischen Schafen. Neuseeländische Schurwolle ist nicht nur extrem strapazierfähig und schmutzabweisend, sondern sie ist gleichzeitig auch besonders elastisch. Hochwertige Wolle kehrt fast immer in Ihre Ausgangsposition zurück, was wichtig ist bei Druckstellen durch z.B. Stuhlbeine. Die Neuseeländische Wolle gilt als die weißeste und reinste Wolle der Welt. In Neuseeland gibt es Schafe in Hülle und Fülle und so kommen auf 3,8 Millionen Einwohner des Inselstaates rund 60 Millionen Schafe.


Weitere Artikel in der Rubrik Naturtextilien

Google Anzeigen