Nutzung von Baumwolle in Stoffen

Die Baumwollpflanze ist Strauchhoch gezogen und hat eine Wachstumszeit von 17 bis 22 Wochen. Während des Wachstums benötigt die Pflanze viel Feuchtigkeit und während der Reife ausreichend Wärme, weswegen sie besonders in den Tropen und Subtropen angebaut wird.

Der Fruchtknoten entwickelt sich nach der Blüte zur länglichen Kapsel, die aufspringt, wenn die Reife erreicht ist. Diese Kapsel besitz circa 30 Samen mit je zwischen 2000 und 7000 Samenhaaren.

Geerntet werden die Baumwollkapseln (mit Samenhaaren und Samen). Es wird sowohl maschinell, als auch per Hand geerntet, jedoch verspricht die Handernte eine bessere Qualität.

Die Handernte erfolgt in zwei Schritten. Es werden nur die reifen und offenen Kapseln geerntet, den geschlossenen wir weitere Zeit zur Reifung gegeben. Nach der Ernte werden die Kapseln einen Monat gelagert.

Die Qualität der Baumwolle ist abhängig von der Faserlänge, die zwischen 18 und 42 mm liegt, wobei die höchste Qualitätsstufe eine Faserlänge ab 39 mm hat, was nur 2-3% der Welternte ausmacht. In der Textilindustrie veredelt Kunstharz die Baumwolle, wodurch diese Knitterfrei, formstabil und pflegeleichter wird.

Aus 100 kg der geernteten Baumwollkapseln werden 35 kg Fasern gewonnen, 62 kg Samenkörner und 3 kg Abfall. Winzige an den Baumwollsamen haftende Fasern werden in der Zellstoffindustrie genutzt. Das Öl aus dem Samen dient außerdem als Speisefett (für z.B. Margarine), die Samenhüllen und der Ölkuchen als Tierfutter.

Es gibt viele Gründe für die Nutzung von Baumwolle in Stoffen.

  • Baumwolle ist kochfest
  • Leicht zu pflegen
  • Angenehm zu Tragen
  • Sie lässt sich bis zu 10 % dehnen
  • Baumwolle nimmt viel Feuchtigkeit auf (bis zu 65% des Eigengewichts; fühlt sich bei 20% noch trocken an)
  • Die Festigkeit ist bei Feuchtigkeit noch besser als bei Trockenheit


Weitere Artikel in der Rubrik Naturtextilien

Google Anzeigen