Anbau von Kulturpflanzen
Für den Anbau von Kulturpflanzen müssen bestimmte natürliche Gegebenheiten vorhanden sein. Das Relief sollte beim Ackerbau nicht mehr als 25° Neigung haben, weil sonst ein zu großer Aufwand notwendig ist bzw. eine zu große Gefahr der Abschwemmung besteht.
Bei den klimatischen Voraussetzungen zählt bei dem Anbau von Kulturpflanzen weniger der Durchschnitt als die Extremwerte, dabei sind die verschiedenen Ansprüche der Nutzpflanzen zu beachten.
Die Temperatur ist entscheidend für das Wachstum und somit die Reife der Kulturpflanze. Wichtig für alle Pflanzen ist die Dauer der frostfreien Zeit, wobei bestimmte Pflanzen eine Mindesttemperatur benötigen. In Verbindung mit der Temperatur sind auch immer die verfügbaren Wassermengen (Niederschlag) zu sehen. Dabei ist die jahreszeitliche Verteilung des Niederschlags zu beachten. Der Höchstbedarf an Wasser ist in der Wachstumszeit. Manche Pflanzen benötigen Trockenzeiten, wie zum Beispiel Baumwolle oder Wein.
Regenfeldbau, also ohne Bewässerung, ist ab 250 mm und 1000 mm Niederschlag möglich, abhängig von der Temperatur. Neben der Niederschlagsmenge ist auch die Form wichtig. Feiner, stetiger Regen durchfeuchtet den Boden gut, während kurze heftige Güsse die Oberschicht leicht abschwemmen können.
Auch der Wind ist wichtig für das Wachstum der Kulturpflanze. Warme Föhne zum Beispiel beschleunigen das Wachstum im Frühjahr. Wind kann auch Schäden wie Austrocknung, Bodenauswehungen und Sandanwehungen verursachen. Schwere Stürme zerstören Pflanzungen. Der Wind hat auch Auswirkungen auf die Temperatur und die Wasserversorgung. Durch heiße Winde steigt die Verdunstung. Kalte Fallwinde können schädlich für die Pflanzen sein. Entscheidend für den Anbau von Kulturpflanzen ist die Kombination der der Klimaelemente.