Begriffsklärungen aus der Welt der Dessous
Unterwäsche, Dessous und Lingerie
Dessous ist das französische Wort für darunter. Im deutschen Sprachgebraucht ist damit Damenunterwäsche gemeint. Während man mit dem Begriff Unterwäsche eher die einfache Alltagskleidung meint, bezieht sich das Wort Dessous meist auf besonders aufwändig gestaltete Unterwäsche, mit der oft auch ein erotischer Aspekt assoziiert wird. Lingerie kommt von französischen Wort lin für Leinen. Lingerie wird oft einfach als Synonym für Dessous benutzt, beinhaltet aber auch noch Nachtwäsche, die im Gegensatz zu Dessous alleine und nicht unter anderer Wäsche als Unterwäsche getragen wird.
Die Welt der BHs
Fangen wir mit etwas Einfachem an: der BH. Prinzipiell ist die Sache hier klar, denn BH steht für Büstenhalter. Doch wenn man etwas weiter in die Tiefe geht, so stößt man auch hier schnell auf Begriffe, die nicht sofort selbsterklärend sind.
Die einfachste Form des BH nennt man heute meist Sport-BH. Er ist aus einem elastischen Baumwollgewebe mit eingenähten Gummibändern gefertigt. Der eigentliche Sport-BH besitz eher feste Gummibänder, um eine festen Sitz auch bei starker Bewegung zu gewährleisten. Es gibt ihn jedoch auch mit schwächeren Gummis für den Alltag. Die Form der Brüste wird beim Sport-BH recht wenig beeinflusst, denn er soll nur für guten Halt sorgen.
Der Bügel-BH ist die klassische und alt-hergebrachte Form des BH. Bei ihm sorgt ein Bügel sowohl für den nötigen Halt, als auch für die erwünschte Form. Gerade für Frauen mit einem etwas größeren Busen ist er gut geeignet.
Der Balkonette BH zeichnet sich dagegen durch seine besondere Form aus, die an einen Balkon erinnert. Die Träger sind möglichst weit außen angebracht und die Körbchen sind waagerecht geschnitten. Eine Einlage sorgt dabei für ausreichend Halt und hebt die Brust nach oben, so dass die Brüste voll und rund wirken. Jeder kennt dies sicher von den Wiesnmädeln und der Trachtenmode.
Ein weiterer bekannter Begriff ist der Bustier, in englisch-sprachigen Ländern oft auch Long Bra genannt. Der Bustier hört nicht wie ein gewöhnlicher BH an der Unterseite der Brust auf, sondern setzt sich über den Bauch fort. Dadurch wird der Bauch in Form gebracht und die Brüst besser gestützt, während gleichzeitig die Träger und damit die Schultern entlastet werden. Das Bustier hat damit sehr viel mit einer Korsage gemeinsam, unterscheidet sich jedoch dadurch, dass es nicht geschnürt wird und in der Regel keine Stäbchen als Einlage zur Formgebung besitzt. Die Körbchen eins Bustiers können auch als Push Up oder Bügel-BH ausgeführt sein.
Die Korsage ist die logische Weiterführung des Bustiers: die formgebende Wirkung des Bustiers wird hier dadurch extrem verstärkt, indem eine Vielzahl kleiner Stäbchen in den Stoff eingenäht sind, um die erwünschte Form genau zu definieren. Außerdem wird der Körper durch eine meist am Rücken angebrachte Schnürung in Form gepresst. Aus diesem Grunde muß die Corsage auch aus mehreren Lagen festen Stoffes bestehen, zum einen um die Stäbchen aufnehmen zu können und zum andern damit er die großen Kräfte durch die Schnürung auffängt. Eng verbunden mit der Korsage ist auch der Begriff der Wespentaille, bei dem die Korsage sehr eng geschnürt wird, so dass die Taille gegenüber der Hüfte und der Brust deutlich dünner ist. Bei solch einer extremen Schnürung können auf Dauer aber Kollikken und andere Beeinträchtigungen der Gesundheit auftreten, was gerade Anfand der zwanzigsten Jahrhunderts ein allgemein bekanntes Problem der neuen extremen Mode war. Bei leichter Schnürung wird das tragen einer Korsagen von den meisten jedoch als sehr angenehm wahrgenommen und die sinnliche Wirkung wird wohl über alle Zeiten hinweg unumstritten bleiben.
Die Welt der Slips
Auch bei den Slips gibt es viele verschiedene Formen, und jede hat ihren speziellen Namen. Der Begriff Slip kommt zunächst einmal aus dem Englischen und bedeutet schlüpfen oder gleiten. Mit der Erfindung der Elastik- oder Hosengummis zur Wende vom 19ten zum 20ten Jahrhundert wurde der Slip erfunden und verdankt seinen Namen der Tatsache, dass man schnell in ihn hereinschlüpfen kann, ohne dass man noch Knöpfe schließen oder Bänder und Schleifen zubinden muss. Die Bezeichnung Slips hat sich für entsprechende Unterwäsche sowohl für Frauen als auch für Männer eingebürgert.
Der Hüft-Slip, neu-deutsch auch Hipster genannt, trägt seinen Namen, weil er auf der Hüfte sitzt. Er ist in der Regel etwas weiter geschnitten.
Die Jazz-Pants sitzen dagegen auf der Taille und sitzen somit etwas höher als der Hipster. Für größtmöglichste Bewegungsfreiheit ist der Beinschnitt sehr hoch angesetzt. Der Name verrät, dass die Jazz-Pants ursprünglich aus der Gymnastik bzw. dem Jazz-Dance kommen.
Die Panties sind dagegen sehr eng geschnitten. Sie haben gerade geschnitte Beine und sind oben ebenfalls gerade geschnitten und sitzen besonders eng. Panties eignen sich dadurch auch besonders für mollige Frauen, da sie den Körper stärker formen als andere Slips.
Der Tanga besitzt die klassische Dreiecks-Form eines Slips, jedoch sind die Seitenstreifen sehr dünn ausgeführt und bestehen nur aus Bändern.
Der String geht noch einen Schritt weiter: bei ihm reduziert sich der Stoffstreifen am Gesäß auf ein Band. Das Wort String kommt von dem englischen Begriff für Schnur.
Lingerie und Nachtwäsche
Der Begriff Negligé oder auch Negligee stammt aus dem Französischem und bedeutet so viel wie das nachlässige Kleid. Gemeint ist damit die Hauskleidung, die man trägt, wenn man unter sich bzw. alleine ist, also z.B. ein Morgenmantel, Nachthemd oder Pyjama. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird Negligé aber vor allem als Synonym für elegante oder aufreizende Damen-Nachthemden verwendet.
Na, auf den Geschmack gekommen?
Lingerie, Dessous und Unterwäsche für den Alltag gibt es in großer Auswahl beim Shop von Dessous-Monde. Alle großen Markennamen sind dort vertreten und auch an Formen und Ausführung wird das gesamte Spektrum geboten.
Weitere Artikel zum Thema Dessous:
Weitere Artikel in der Rubrik Mode und Lifestyle
- 1: Tattoos der Promis: Trends für die Masse
- 2: Übergewicht und Mode in Übergrößen
- 3: Zehensocken - nicht nur für Sportler
- 4: Edelsteine oder Halbedelsteine
- 5: Der Bikini - Eine Erfolgsgeschichte
- 6: Schuh- und High-Heels-Trends 2007
- 7: Umstandsmode: Mode für die ganz besonderen Umstände
- 8: Piercingschmuck - so sehr begehrt wie nie zuvor.
- 9: Der neue (alte) Trend: Weitschaftstiefel
- 10: Das Outfit für das perfekte Date