Vertebroplastie - helfen, lindern, bessern
Zu den neueren minimalinvasiven und zudem kostengünstigen Methoden der Neurochirurgie, Wirbelkörper zu stabilisieren, nachdem diese beispielsweise durch Entkalkung zusammenzufallen oder zu brechen drohen, gehört die Vertebroplastie.
Viele Menschen leider unter einem sogenannten Wirbelkörperbruch, und haben täglich mit Schmerzen zu kämpfen. Neben kostenintensiveren Methoden wie der Kyphoplastie, stellt die Vertebroplastie eine bezahlbare Alternative dar, die trotzdem über alle notwendigen Kompetenzen verfügt, um eine Schmerzlinderung zu gewährleisten.
Gerade Frauen nach der Menopause leiden oft unter Osteoporose, doch Männer können ebenfalls, beispielsweise durch bestimmte Medikamente, poröse Knochen bekommen. Diese verlieren dann an Elastizität und können schon bei geringsten Belastungen brechen. Aber auch beseitigte Tumoren hinterlassen Hohlräume, die stabilisiert werden müssen.
Die Vertebroplastie stabilisiert geschädigte Wirbel durch das Einspritzen von Zement ("interne Fixation"), diese werden jedoch nicht, wie bei der Kyphoplastie, zuvor per Ballon gedehnt. Die ursprüngliche Höhe des Wirbelkörpers wird nicht wieder hergestellt. Der Eingriff wird unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Als Zement dient zumeist der Kunststoff Polymethylmetacrylat, der unter Wärmebildung aushärtet.
Vermittels Vertebroplastie lassen sich - kombiniert mit Medikamenten - Schmerzen durch geschädigte Wirbel deutlich reduzieren, wobei dieser Effekt schnell einsetzt und auch lange (> ein Jahr) anhält. Es besteht jedoch ein recht hohes Risiko (die Quellen sprechen von 30 bis 70 Prozent), das der unter hohem Druck eingebrachte Zement austritt, was jedoch umgehend bemerkt wird, so dass Schädigungen zumeist gering ausfallen. Die erzielte Versteifung kann die statischen Verhältnisse der Wirbelsäule beeinflussen, so dass die angrenzenden Wirbel unbedingt in die Nachsorge einbezogen werden müssen.
Eine Definition für Vertebroplastie, bedeutet das Injizieren von Kochenzement mit Hilfe einer Hohlnadel direkt in den Wirbelkörper. Dieser Eingriff wird unter lokaler Betäubung ausgeführt. Durch diese schonende Narkoseart beträgt der Klinikaufenthalt nach der Behandlung in der Regel nur einen Tag. Desweiteren bestehen keine Narkoserisiken wie bei der Vollnarkose, es muss nicht mit Thrombosen oder ähnlichem gerechnet werden.