Koronare Herzkrankheiten
Häufigste Todesursache in Industrieländern
In den industrialisierten Ländern leiden die meisten von Kardiologen betreuten Menschen an der koronaren Herzkrankheit (KHK). Die Erkennung und Behandlung von Angina Pectoris, Herzinfarkten und durch Infarkte verursachte Herzschwächen gehören heutzutage zu den Hauptaufgaben der meisten Kardiologen.
Die koronare Herzkrankheit ist eine Erkrankung der Herzkranzgefässe, die Arteriosklerose (Ablagerungen und Einengung). Dadurch entsteht ein Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und Sauerstoffangebot in der Herzmuskulatur. Die koronare Herzkrankheit ist durch den Herzinfarkt die häufigste Todesursache in den Industrieländern. Männer sind davon mehr betroffen als Frauen.
Der Kardiologe stellt dabei verschiedene Ursachen fest, bei denen es zu einem Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage im Sauerstoffangebot kommt:
- Bei der Einengung der großen Herzkranzgefässe kommt es zu Ablagerungen an den Gefäßwänden, die zu einer Verengung führen. Dabei kann es auch zu Blutgerinnseln kommen die das Gefäß verschließen und zu einem Herzinfarkt führen.
- Die kleinen Gefäße erkranken. Dies kommt vor allem bei zuckerkranken Patienten vor, bei Menschen mit lange unbehandeltem Bluthochdruck oder durch immunologisch bedingte Gründe.
- Koronarspasmen, die zum Beispiel durch Kokain hervorgerufen werden können.
- Bluterkrankungen wie zum Beispiel Leukämie
Es gibt verschiedene Risikofaktoren die zum Teil beeinflussbar sind wie Übergewicht, Bewegungsmangel oder emotionaler Stress. Die größten beeinflussbaren Faktoren sind aber der Cholesterinwert und das Rauchen, Bluthochdruck und Diabetes melitus. Zu den unbeeinflussbaren Risikofaktoren gehören zum Beispiel die genetische Veranlagung, das Alter und das Geschlecht. Ältere Personen und Männer haben dabei das größere Risiko als junge und Frauen.
Die Symptome bei der Angina Pectoris sind oft Leistungsabhängig und treten bei erhöhter Herzaktivität auf. Ein Engegefühl in der Brust, das in Hals, Unterkiefer, Arme und Brust ausstrahlen kann. Es können auch Bauchschmerzen im Oberbauch ausgelöst werden. Meistens verschwinden diese Symptome bei Beendigung des erhöhten Leistungsbedarfs des Herzens wieder innerhalb von wenigen Minuten.
Bei einem Herzinfarkt hingegen halten diese Symptome länger an. Es kommt beim Patienten zusätzlich zu Atemnot, Todesangst, Blutdruckabfall und Schweißausbrüchen.
Frühzeitig einen Arzt aufzusuchen und die Krankheit durch einen Kardiologen behandeln zu lassen, kann einem das Leben retten!
Das wichtigste Diagnosewerkzeug für den Kardiologen, einem Spezialisten der Inneren Medizin, ist die Koronarangiografie. Dabei werden die Gefäße und deren Zustand mittels einer speziellen Methode mit Röntgenstrahlen sichtbar gemacht. Dem Spezialarzt stehen noch weitere, weit entwickelte Möglichkeiten der Diagnose zur Verfügung. Die koronare Herzkrankheit ist gegenwärtig sehr genau nachzuweisen.
Bei einer Erkrankung der kleinen Herzkranzgefässe ist auch eine medikamentöse Behandlung nicht Erfolg versprechend. Die Behandlung der großen Gefäße erfolgt durch die Aufdehnung mittels eines Ballonkatheters oder durch die bekannte Bypass-Operation. An erster Stelle sollte natürlich das Rauchen wegfallen, mehr Sport getrieben und die Ernährung auf fettarme Kost umgestellt werden. Für viel beschäftigte Manager sollte wohl auch ein Stressmanagement ins Auge gefasst werden. Es sollte selbstverständlich sein, dass diese Punkte auch ohne eine koronare Herzkrankheit befolgt werden, damit es erst gar nicht soweit kommt.
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