Die Geschichte des Aspirins

Die Geschichte des Aspirins© (Acetylsalicylsäure = ASS) begann genau genommen schon mit den alten Griechen. Bereits vor circa 2400 Jahren hat Hippokrates Weiden- und Pappelnrinde gegen rheumatische Schmerzen empfohlen. Allerdings enthält Weidenrinde Salicylalkohol. Der Name "Salicyl" ist vom lateinischen "salix" = Weide abgeleitet.

Aspirin von Bayer

Dabei handelt es sich aber um einen Grundstoff des Aspirins.
1828 isolierte der Pharmazeut Buchner das Salicin aus dem gereinigten Extrakt der Salweidenrinde. 1839 entdeckte und isolierte Piria die Salicylsäure, deren chemische Struktur 20 Jahre später von Kolbe geklärt wurde. Außerdem gelang es Kolbe, den Naturstoff Salicylsäure vollsynthetisch herzustellen.

Ein Problem bestand darin, dass die Salicylsäure unerwünschte Nebenwirkungen besitzt, wie zum Beispiel Verätzungen der Magenschleimhaut.

Im Jahre 1897 gelang es Felix Hoffmann, auf der Suche nach einem gut verträglichen Rheumamittel für seinen Vater, mit der Herstellung der Derivate Acetylsalicylsäure in chemisch reiner und stabiler Form die Nebenwirkungen der Salicylsäure zu umgehen.
Acetylsalicylsäure wurde 1899 von Bayer unter dem Namen Aspirin® zur Behandlung von Fieber, Schmerzen und Entzündungen eingeführt.

Die weiteren Anwendungsgebiete wurden erst im Jahre 1971 von John Vene beschrieben, der für seine Erklärung der entzündungshemmenden Wirkung des Aspirins® einen Nobelpreis erhielt.

Heute ist bekannt, dass Aspirin auch eine hemmende Wirkung auf die Thrombose hat und das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls verringert. Forscher vermuten außerdem eine hemmende Wirkung auf Tumorzellen.


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