Volksfest - Gäubodenfest
Seit dem Mittelalter war Straubing zentraler Markt- und Handelsort eines ländlichen Gebietes, das den wohlhabenden Gäuboden wie auch den Bayerischen Wald umfasste. Ein Großteil des Warenumschlages konzentrierte sich auf die zahlreichen Jahrmärkte, zu denen nicht nur die Käufer bis von Regensburg kamen, sondern auch Händler. Die in Straubing ansässigen Handwerker und Gewerbetreibenden hatten unter dieser Konkurrenz zu leiden. Reich geworden sind durch diesen regen Marktverkehr allerdings die Brauer und Gastwirte. Bis tief in das 20. Jahrhundert hinein hat sich an der traditionellen Wirtschaftsstruktur wenig geändert. Aus diesem Blickwinkel ist das Gäubodenfest gelebte Geschichte und Tradition.
Ein wahres Volksfest hat sich aus dem einstigen landwirtschaftlichen Vereinsfest, das im Jahre 1812 durch ein Dekret des bayerischen Königs Max I. Joseph ins Leben gerufen wurde, mittlerweile entwickelt - genauer gesagt das zweitgrößte Volksfest in Bayern nach der Wiesn in München. Alljährlich werden 1,3 Millionen Vergügungswillige gezählt. Fahrgeschäfte, Budenstraßen und sieben Festzelte erwarten die Besucher. Für das leibliche Wohl und Stimmung ist also bestens gesorgt. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit sportlichen und kulturellen Veranstaltungen begleitet das Gäubodenfest, das traditionell mit einem Festzug eingeläutet wird.
Die Ostbayernschau, die größte Verbraucherausstellung im ostbayerischen Raum, gehört seit den 1950er Jahren untrennbar zum Gäubodenfest. Auf mehr als 50.000 qm Fläche in Hallen und im Freigelände bieten fast 600 Aussteller eine vielfältige Palette von Produkten, Dienstleistungen und Informationen an. Für die alljährlichen fast 500.000 Besucher ist die Ostbayernschau bei freiem Eintritt der ideale Ort, um sich über die Leistungsstärke der heimischen Wirtschaft zu informieren, sich Angebote unterbreiten zu lassen oder sich auch nur um Erfahrungen auszutauschen - auch in der Zeit des eBusiness.
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