Die Faszination YouTube
Spricht man von Videoportalen, meint man meist den Primus unter den erfolgreichen Web2.0-Projekten: YouTube. Die jungen Gründer sind durch das im Jahre 2005 gegründete Portal zu mehrfachen Millionären geworden. Doch außer der guten Idee an sich, gibt es noch viele Gründe, warum YouTube sich gegen die Konkurrenz durchsetzten konnte.
Rund 1,31 Milliarden Euro (in Aktien) wurde für die Video-Plattform gezahlt, was für ein so junges Projekt eine unglaubliche Summe ist. Die Idee lustige, schockierende oder einfach nur private Videos zu hosten war bei der Gründung von YouTube im Februar 2005 nichts neues. Nun konnten die Besucher allerdings sehr schnell und einfach lustige Videos untereinander tauschen und das spaßigste Video an seine Freunde weiterschicken.
Besonders das speichersparende Flash-Video-Format (*.flv) sorgt dafür, dass bei YouTube die Fun Videos sehr schnell hochgeladen und angesehen werden können. Die Upload-Funktion ist äußerst einfach und der Nutzer muss keinerlei technische Kenntnisse mitbringen. Das laden und konvertieren der Filme übernimmt das Portal, schließlich lebt die Seite von Benutzern, die Spaß im Internet haben und Inhalte freiwillig zur Verfügung stellen.
Der große Besucheransturm resultiert auch zu einem hohen Anteil aus der Embed-Funktion. Der Besucher kann ein Video überall im Internet einbinden und kostenlos anzeigen lassen, was vor allem von Bloggern und Webmastern genutzt wird. Werden neue lustige Funvideos im Internet gesichtet, kann man sie nicht nur auf YouTube ansehen, sondern auf vielen Peripherie-Projekten. Ziel solcher Projekte ist es die regelrechte Flut an neuen ?funny? Clips übersichtlich darzustellen und nur das Beste vom Besten zu zeigen.
Ob das Video-Portal die gezahlte Summe Wert ist, wird sich erst in einigen Jahren herausstellen. Gegen diesen horrenden Preis sprechen vor allem die ebenfalls extremen Erhaltungskosten für das Internetprojekt. Besonders der Traffic, den die Besucher stündlich erzeugen, wiegt schwer auf der Ausgabenseite. Die wenigen Werbeeinblendungen können diese Ausgaben vermutlich nicht decken. Die Inhaber haben allerdings etwas weitaus wichtigeres errungen: Mehr Informationen über die Internetnutzer des World Wide Webs.
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