Das Spam-Museum ist eröffnet
Spam ist heute ein großes Ärgernis. In vielen Firmen kommt an die offizielle E-Mail-Adresse info@....de nahezu zu 100 Prozent Spam. Gäbe es nicht technische Hilfsmittel zum Herausfiltern dieser junk mails, dann müssten die Unternehmen eine irrsinnige Manpower vorhalten, um gewisser Maßen gut von böse zu trennen.
Ist man aber ehrlich mit sich selber, dann amüsieren die vielen unverlangt eingesendeten Mails zuweilen auch. Da schickt Cortney ein paar interessante Informationen zum Thema Penisverlängerung, und "a dear friend" gibt ein paar nützliche Tipps zur Verlängerung der Ejakulation. Auch die garantiert echten Rolex für 200$, wer will sich die schon entgehen lassen. Jeder will schließlich der erste sein, der eine Roex mit Quarzwerk aus Hongkong trägt. Da muss man einfach dabei sein, auch wenn der Zeiger springt und nicht läuft.
Das Spam-Museum hat sich die ehrenvolle Aufgabe gestellte die unvermeidliche Flut an Werbmüll zu archivieren, zu katalogisieren und zu kommentieren. Der Anspruch ist dabei eher humoristisch als wissenschaftlich. Jeder wird sicher die eine oder andere E-Mail wiederfinden, die auch im eigenen elektronischen Briefkasten gelegen hat.
Da aber jeder normale Mensch jeglichen Spam eigentlich sofort weglöscht (in der Regel ungelesen) hat kaum jemand daran gedacht, dass man diese Pest des elektronischen Zeitalters für die Nachwelt aufbewahren sollte. Die Pesterreger lagern ja auch noch in den wissenschaftlichen Instituten dieser Welt.
Das Spam-Museum erfüllt also eine wichtige soziale Aufgabe. Man könnte auch von einernotwendigen Datenrettung sprechen. Sollten Sie also einmal wissen wollen, was so in Ihrem Spamfilter landete in der Vergangenheit, lesen Sie sich es einfach im Spam-Museum in aller Ruhe und Ausführlichkeit durch.
Klaus-Martin Meyer
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