Konzeptionelle Gedanken zum Social Bookmarking
Social Bookmarking ist mittlerweile bereits bei vielen Nutzern des so genannten Web2.0 bekannt. Bei derlei Art von Diensten handelt es sich um Systeme, in welche Benutzer ihre Lieblingswebseiten einstellen können. Der soziale Aspekt dabei ist durch dadurch gegeben, dass alle Benutzer auf diese Seiten zugreifen können und meist ein Suchalgorithmus die Webseiten danach rankt, wie oft diese in welcher Zeit zu eigenen Lesezeichen hinzugefügt wurden. Dabei durchsucht der Algorithmus meist so genannte Tags, also Schlagwörter, die die Webseiten näher beschreiben. Diese Tags liegen dem Benutzer meist auch als Tag Cloud vor. Das ist eine Zusammenstellung der meistbenutzten oder wichtigsten Tags der Seite?
?leider ist genau das, zumindest wenn man den Machern von shagg traut, eine negativer Aspekt der normalen Social Bookmark Diensten. So wird im neuen Projekt, dem Social Bookmark Directory, die Idee der Verschlagwortung durch Tags weitergesponnen. Das unter diesem Projekt aufgestellte System ermöglicht es den Nutzern, die Tags in einen semantischen Zusammenhang zu bringen, durch welchen ein wesentlich systematischer geordneter Webkatalog entsteht wie man ihn schon von den redaktionell geführten Katalogen her kennt. Es werden also bestimmte Grundprinzipien bisheriger Such- und Verzeichnisdienste mit dem sozialen Aspekt des Social Bookmarkings verknüpft, was hoffentlich in erster Linie für den normalen Benutzer, aber auch für Webmaster, zu einem erhöhten Nutzen führt.
Es wäre außerdem denkbar, diesen Gedanken noch weiter zu verfolgen und die semantischen Netzwerke zwischen den Tags weiter auszubauen. Es bleibt abzuwarten, inwiefern sich neue Konzepte gegen die älteren, normalen Social Bookmark Diensten durchsetzen können. Jedoch kann man im Großen und Ganzen sagen, dass mittlerweile neben den herkömmlichen Suchmaschinen und Webkatalogen auch die Social Bookmark Dienste eine immer höhere Daseinsberechtigung erfahren.
Ein weiterer, zu überdenkender Faktor, ist allerdings auch bei solchen Diensten der so genannte Spam. Es ist zu erwarten, dass viele Benutzer ihre eigenen Webseiten möglichst oft in das System einzubringen versuchen um ihre Position bei der Suche zu stärken.
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