Shoppingmeilen in den Großstädten

Die Innenstädte mit ihren Shoppingmeilen werden immer ähnlicher. Egal ob man in Berlin Hamburg oder München ist, man wird in den Innenstädten meist dieselben Geschäfte und Marken vorfinden. Besonders seitdem Modemarken dazu übergegangen sind einen Flagshipstore nach dem anderen zu eröffnen, sind die Innenstädte praktisch austauschbar geworden. Ähnlich verhält es sich mit Cafes und Restaurants. Es gibt kaum noch eine Ecke in Großstädten an der sich kein Starbucks, Mc Donalds oder Burger King befindet.

Kleine Designer und Geschäfte müssen aufgrund der teuren Mieten in andere Stadtteile ausweichen. In München haben sich dadurch beispielsweise im Gärtnerplatzviertel und in Teilen von Schwabing Straßenzüge gebildet, die voll sind von außergewöhnlichen Geschäften und lokalen Besonderheiten. Shopping ist in diesen Vierteln am interessantesten.

In München ist es jedoch relativ schwierig für junge Designer und Unternehmer. Die Ladenmieten sind auch in den an das Zentrum angrenzenden Bezirken astronomisch. Mehr Platz und billigere Gewerbeflächen gibt es in Berlin. Viele Stadtteile sind voll von kleinen Design Geschäften, Modedesignern und Cafes. Diese Vielfalt wird jedoch auch hier mit steigenden Preisen weniger werden. Auch in München war das Gärtnerplatzviertel einst ein verhältnismäßig billiger Stadtteil. Heute gehört es mit zu den teuersten Wohnvierteln und wird mehr und mehr kommerziell.

Die Verantwortung liegt letztendlich beim Verbraucher. Solange die Konsumenten nicht bereit mehr Geld für ihr Essen auszugeben, wird es immer wieder Skandale mit verdorbenem Essen geben. Ähnlich verhält es sich mit Kleidung und Mode. Solange die Konsumenten 9,90 Euro für einen Pullover haben wollen und diesen in großen Kaufhäusern in der Innenstadt suchen, haben kleine Geschäfte und Designer wenige Chancen die stetig steigenden Ladenmieten zu bezahlen. Erste Tendenzen in die richtige Richtung ist der steigende Konsum von Bio Lebensmitteln und das zunehmende Interesse der Konsumenten der Produktion und dem Handel der Produkte. Vielleicht werden unsere Städte in Zukunft wieder etwas bunter und das Warenangebot etwas vielfältiger. Die Zeichen stehen gut?


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