Das Handy macht es möglich: Immer erreichbar
Inzwischen gibt es keine Fußgängerzone mehr, in der nicht zumindest ein Handy benutzt wird, zum Telefonieren oder zum Schreiben einer Kurznachricht. Selbst in Bus und Bahn klingelt es ständig und wird der neueste Klatsch via Mobilfunk verbreitet. Dank des Handys, der wichtigsten technischen Neuerung des vergangenen Jahrhunderts, ist man mittlerweile jederzeit und überall erreichbar. Kaum jemand möchte mehr auf seinen mobilen Begleiter verzichten.
1929 gab es bereits die ersten Vorläufer der heutigen Alleskönner. Reichspost und Reichsbahn installierten auf der Strecke von Hamburg nach Berlin Funktelefone, die der internen Kommunikation dienten. Zudem konnten Passagiere der ersten Klasse von unterwegs aus telefonieren. Der nächste Schritt folgte mit den Autotelefonen, die gerade bei Vertretern und Geschäftsreisenden ab 1958 reißenden Absatz fanden. Den flächendeckenden Empfang schuf jedoch erst 1990 das D-Netz. Mit diesem technischen Durchbruch wurden auch die Endgeräte günstiger und die Zahl der Mobilfunkkunden stieg. Die Preisspirale dreht sich immer noch nach unten und bewegt sich mittlerweile am Rand des Machbaren. Zurzeit sind rund 90 Millionen Mobiltelefone registriert, womit eindeutig belegt ist, dass vielen ein Handy nicht mehr ausreicht, sondern schon Zweit- oder gar Dritthandys in den Haushalten liegen.
Die Ansprüche, die anfangs an die Geräte gestellt wurden, waren ganz einfach: Man musste telefonieren können und erreichbar sein. Die Funktionspalette der modernen Handys ist mit Foto, Video, Radio, MP3-Player, Terminplaner und Email inzwischen weitaus umfangreicher und das Handy für viele zum unverzichtbaren Begleiter in jeder Situation geworden.
Sich heute ein Handy zu kaufen, stellt kein Problem dar. Der Fachhandel oder der Handy Shop im Internet halten eine stetig wachsende Zahl von Geräten bereit. Schließt der Kunde gleichzeitig einen Vertrag ab, erhält er sein Handy dank der Subventionen der Mobilfunkbetreiber günstiger. Auch Kunden, deren Vertrag zwei Jahr läuft, können sich ein vergünstigtes Handy aussuchen. So binden die Betreiber ihre Kunden an sich.
Neben den Laufzeitverträgen gibt es so genannte Prepaid-Karten. Der Nutzer geht damit keine längere Verpflichtung ein und zahlt keine Grundgebühr, sondern nur die Gespräche die er führt, SMS, die er verschickt, oder Mehrwertdienste, die er nutzt. Das Guthaben kann bequem aufgeladen werden, ganz nach Bedarf. Damit behält man den Überblick über seine Ausgaben und gerät nicht so leicht in die Schuldenfalle, was Prepaid vor allem für Schüler und Jugendlich interessant macht.
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