Wohin bewegt sich Handymarkt?

Handys sind nach wie vor der Inbegriff technischer Spielzeuge. Klein sollen sie sein, chick dazu und wenn es geht auch noch alles können. So zumindest ist die Erwartungshaltung der Kunden.

Was nach dem Kauf passiert, spricht dagegen eine andere Sprache. Die Deutschen nutzen einer neuen Studien zufolge ("Global Tech Insight 2006") im Durchschnitt nur 4,7 Funktionen ihres Handys. Zieht man das normale Telefonieren sowie das Schreiben von SMS ab, blieben da nicht mehr viele Funktionen übrig die man nutzen könnte.
So benutzt nur jeder Dritte sein Handy auch zum Fotografieren, sogar nur jeder Zehnte verschickt dann die Fotos auch per MMS. Noch düsterer sieht es im Bereich Mobile Office und Handy TV aus. Lediglich 2 Prozent der Befragten nutzen diese Funktionen.

Grund für diese Verweigerungshaltung sind in erster Linie die Kosten. Während die Hardware, also das Handy an sich, meistens für 0 Euro "verkauft" wird, kassieren die Netzbetreiber gerade bei den Datentarifen ordentlich ab. Selbst im Prepaid Sektor, in dem Disocunt Anbieter mit einfachen und günstigen Tarife 2006 auf sich aufmerksam gemacht haben, sieht es düster aus. Zwar bekommt man auch hier Prepaid Handys für wenig Geld, die Abrechnungen der Datentarife sind aber auch hier teuer und intransparent.

Die Deutschen sind also keine Technikmuffel, auch wenn die Zahlen am Anfang des Artikels das anzudeuten scheinen. Sie schauen nur auf ihren Geldbeutel und scheun Ausgaben, die sie nicht überblicken können. Daher werden auch im Handy-Bereich die technischen Innovationen, die sicher auch in Zukunft nicht ausbleiben werden, nur dann wirklich akzeptiert werden, wenn sie bezahlbar und vor allem übersichtlich bleiben.


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