Klimatechnik der Natur
Fußbodenheizung ist vielen ein Begriff, doch mit Luxus hat das schon lange nichts mehr zu tun. Bei einem Hausneubau stellt sich auch immer die Frage nach der Heizung - normale Fussbodenheizung oder Heizkörper an die Wand? Warum nicht die Wand selber zur Heizung machen oder die Decke in Form einer Kühldecke als Klimaregulator nutzen?
Neue Techniken die von der Natur abgeschaut wurden machen dies möglich.
Viele Lebewesen nutzen zur Regulierung ihres Wärmehaushaltes das Wasser. Ein Netzwerk aus feinsten Kapillargefäßen transportiert dabei mittels Flüssigkeiten (Wasser) die erzeugte Wärme auch an die entferntesten Körperstellen. Als Kapillareffekt wird der Effekt bezeichnet der Flüssigkeiten in engen Röhren auch entgegen der Schwerkraft aufsteigen lässt.
Heiz- und Kühldecken machen sich diesen Effekt zu nutze - sie werden aus Kunstoffkapillarrohrmatten zusammengebaut.
An moderne Gebäude werden immer höhere Ansprüche in Bezug auf das Klimamanagement gestellt, so soll eine genaue Regulierung der Temperaturen im Sommer wie im Winter gewährleistet sein und dabei immer weniger Energie verbraucht werden. Platzbedarf, die Geräuschkulisse und der Energiebedarf sind oft das K.O. Kriterium warum viele sich gegen eine Klimaanlage entscheiden. Mittels einer Heiz- und Kühldecke kann hier Abhilfe geschaffen werden - im Sommer kühlt sie und im Winter sorgt sie für eine angenehme Wärme.
Diese Rohrsysteme werden dicht unter dem Putz in eine Wand integriert, liegen ähnlich einer "normalen" Fussbodenheizung unter den Fließen im Boden oder werden dicht unter der Deckenoberfläche eingebracht. Aufgrund der großen Heizfläche und der recht dünnen Schicht zwischen dem zu klimatisierenden Räumen ist auch nur eine geringe Temperaturdifferenz zu der gewünschten Raumtemperatur nötig, dass spart Energie.