Die pulsierende Magnetfeldtherapie
Die pulsierende Magnetfeldtherapie ist eine immer noch umstrittene alternative Behandlungsmethode, die auf dem Prinzip eines künstlich aufgebauten Magnetfeldes beruht. Während sie in vielen Ländern, z.B. den USA, Russland, England und Italien eine anerkannte Heilmethode ist, so bezweifelt die Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation den therapeutischen Nutzen, da es an umfassenden klinischen Studien mangelt. Diese Skepsis führte sogar soweit, dass die Magnetfeldtherapie ohne ärztliche Verordnung nicht angewendet werden darf und auch die Behandlungskosten (derzeit ca. 300 Euro für einen Behandlungszeitraum) von den Krankenkassen nicht erstattet bzw. übernommen werden.
Anhänger der Magnetfeldtherapie gehen davon aus, dass schon chinesische Mediziner vor 2000 Jahren magnetische Steine zur Unterstützung der Heilung verwendet haben.
Den Ursprung in der heutigen Zeit hat die Magnetfeldtherapie unter anderem in den fünfziger Jahren in Japan wo man festgestellt hat das Knochenbrüche durch eine Stromreizung schneller heilen als ohne. Durch den technischen Fortschritt bedingt kam es zu einer Ausweitung der möglichen Anwendungs- und Heilgebiete und es wurde immer mehr für viele Krankheiten als "das Heilmittel" beworben.
Tatsache ist, dass die pulsierende Magnetfeldtherapie vor allem bei orthopädischen Beschwerden, also z.B. Gelenkbeschwerden, Knochenerkrankungen, Arthrose oder Osteoporose zum Einsatz kommt und dort auch positive Ergebnisse erzielt bzw. festgestellt werden.
Mittlerweile gibt es diverse Studien welche die heilende Wirkung im Bereich der HNO und Neurologie bestätigen, weshalb auch ein generelles Verbot der Magnetfeldtherapie nicht in Frage kommt.
Nicht behandelt werden können Krebs, Diabetes, Allergien oder Alkoholismus, auch wenn es gelegentlich "Anbieter" dafür gibt. Nebenwirkungen sind ansonsten nur wenige vorhanden und unterscheiden sich je nach Gerät und Hersteller.
Vorsicht: Definitiv nicht behandelt werden dürfen Träger von Herzschrittmachern und anderen elektronischen Implantaten.
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