Husten - Eine typische Erkältungskrankheit
Husten ist ein wichtiger Schutzmechanismus des Körpers und sollte deshalb auch nicht unterdrückt werden. Gelangt z.B. ein Fremdkörper in die Luftröhre, reagieren die empfindlichen Schleimhäute der Atemwege sofort und lösen einen Husten-Anfall aus. Dadurch werden selbst Keime oder Staub, die in die Atemwege eingedrungen sind, wieder nach außen befördert.
Eine Erkältung beginnt in den meisten Fällen mit einem Kratzen im Hals. Damit aber aus dem Kratzen im Hals, keine richtige Erkältung wird, sollten Sie vorbeugend:
- Tees mit Kamille oder Salbei trinken,
- Hustenpastillen mit Isländisch Moos lutschen oder
- Gurgellösungen mit Kamillenextrakten anwenden,
- dazu viel Trinken und den Hals warm halten.
Sollten die Erkältungsviren dennoch bis in die Bronchien vordringen, greifen sie die Schleimhaut an und lösen gleichzeitig eine Entzündung aus. Dadurch wird viel zäher Schleim produziert. Was dazu führt, dass dieser Schleim die Flimmerhärchen, die sich auf der Schleimhaut befinden und durch ihre Bewegungen für den Abtransport des Schleims verantwortlich sind, blockieren. Ist dieses Reinigungssystem gestört, kann sich zunehmend zäher schleim aufstauen. Was wiederum zu einer Reizung der freien Nerven-Enden führt. Da sich der Körper aber von dem Schleim befreien will, kommt es zu einem anhaltenden Hustenreiz.
Im Anfangsstadium eines Erkältungshustens geht aber noch kein Schleim ab, da er in dieser Phase noch trocken und sehr quälend ist. Fast immer geht dann dieser trockene Reizhusten in festsitzenden Husten mit starker Schleimbildung über. Da der Schleim zu diesem Zeitpunkt, aber immer noch zäh und fest ist, kann er noch nicht abtransportiert werden. In der Medizin wird dieser Husten als unproduktiv bezeichnet, da die Atemwege nicht effektiv gereinigt werden können. Der Körper versucht aber weiter den Schleim loszuwerden, weshalb der Hustenreiz bleibt.
Im weiteren Verlauf der Erkältung verwandelt sich der unproduktive Husten in produktiven Husten. Das Sekret kann nun abgehustet werden. Dadurch wird der Schleim abtransportiert und die Anfälle sind nicht mehr quälend, sondern befreiend. Dabei lässt sich eine leichte Erkältung bereits mit rezeptfreien Hustenmitteln sehr gut behandeln. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Wirkstoffgruppen:
- Hustenblocker (Antitussiva) wie Bronchipret, die trockenen Reizhusten lindern.
- Schleimlöser (Expektorantien) wie Umckaloabo, welche den Schleim verflüssigen und gegen Sekretstörungen helfen.
Allerdings sollten Schleimlöser und Hustenblocker nicht gleichzeitig oder in einem kurzen Zeitabstand eingenommen werden, da so ein Hustenreflex unterdrückt wird, und dies einen gefährlichen Sekretstau verursachen kann.
Als Pflanzliche Alternative (z. B. als Tee) bieten sich Kräuter wie Thymian, Spitzwegerich oder Efeu an, die den Husten ebenfalls lindern.
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