Bluthochdruck und Ernährung
Immer wieder empfehlen Ärzte ihren Patienten mit einer Hypertonie = Bluthochdruck ihre Lebensführung an diese Erkrankung anzupassen. Doch allein mit Ermahnung und guten Ratschlägen ist es selten getan. Dabei ist es allgemein bekannt: Ein Lebenstil, der zur Gewichtszunahme führt, erhöht auch die Neigung zur Entwicklung einer Hypertonie. Nicht immer muss Übergewicht oder Adipositas mit einem erhöhten Blutdruck einhergehen, doch allzu oft sind diese Erkrankungen mit weiteren Stoffwechselstörungen Probleme mit der Gesundheit verknüpft. Eine Gewichtsabnahme ist die die sicherste Form der Blutdruckabsenkung und erreicht im Durchschnitt eine Abnahme des Blutdrucks um 20 mm Hg und damit durchaus soviel wie gute Blutdruckmedikamente. Nun ist der gute Rat des Arztes sicher leicht gesagt, aber schwer umzusetzen. Und irgendwie erscheint es den Patienten oft so, dass ihnen mit dem Essen oder Trinken nun der letzte Rest Lebensqualität genommen werden solle. Eine qualifizierte Gesundheit Information wird neben der Anregung von mehr Bewegung zur Aktivierung besonders auf sinnvolle Veränderungen der Ernährung abzielen.
Welchen Einfluss haben nur Ernährungsveränderungen auf die zu erwartenden Blutdruckeffekte?
Einschränkung der Kochsalzmenge
Gelingt es dem Patienten die Menge des täglichen Kochsalzes auf unter 3 g NaCL (Kochsalz) pro Tag zu reduzieren, sind Blutdruckabnahmen von bis zu 10 mm Hg möglich.
Mehr pflanzliche Lebensmittel
Der Austausch tierischer Eiweiße gegenüber mehr pflanzlichen Proteinen soll den Blutdruck um 5 mm Hg absenken können.
Koffein
Patienten mit Bluthochdruck müssen nicht auf ihren Kaffee oder Tee verzichten. Allerdings sollte man bei Koffeingenuss vorsichtig werden, da dies negative Auswirkungen auf das Herzkreislauf-System haben kann. Dies gilt besonders auch für Koffeintabletten, die man meiden sollte.
Alkohol
Hier streiten sich die Gelehrten? Während man früher den Patienten den Rat gab, Alkohol zu meiden um damit eine weitere Blutdruckstabilisierung zu erzielen, ändern sich derzeit die Empfehlungen. So dürfen Männer nach neueren Untersuchungen durchaus ein oder 2 Glas Alkohol am Abend zu sich nehmen. Dadurch kann auch bei Patienten mit Bluthochdruck durchaus das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen gemindert werden.
Insgesamt kann mit einer ausgewogenen Ernährung eine Absenkung des Gesundheitsrisikos erzielt werden. Dies sollte jedoch immer mit Sport und Zunahme von Bewegungsaktivitäten kombiniert werden. Entsprechende Fachinformationen können neben dem ärztlichen Gespräch in qualifizierten Selbsthilferatgebern nachgelesen werden.
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