Schiffsbeteiligungen - Schiffsfonds
Schiffsfonds gehören zu den geschlossenen Fonds. Diese Fonds sind nicht täglich über die Börse handelbar, sondern man kann sie lediglich während der Platzierung erwerben. Hat die Schiffsgesellschaft das benötigte Kapital zusammen, erfolgt die Fondsschliessung - weitere Käufe sind dann nicht mehr möglich. Die Verkäufe der Schiffsbeteiligungen sind nur über einen Zweitmarkt mit hohen Abschlägen realisierbar.
Die geschlossenen Fonds werden von einer Kommanditgesellschaft mit beschränkter Haftung aufgelegt. Der Investor wird gleichzeitig Kommanditist und ist so direkt an der Gesellschaft beteiligt. Es gibt zwei Möglichkeiten: die Beteiligung kann entweder direkt ins Handelsregister eingetragen werden, oder aber man beteiligt sich über einen Treuhänder.
Wer sein Geld in Schiffsfonds investiert, beteiligt sich an einem Schiff, welches entweder für Kreuzfahrten oder für den Transport von Containern bestimmt ist. Containerschiffe sind hierbei am weitesten verbreitet. Diese Schiffe werden an verschiedene Unternehmen vermietet und die Gesellschaft erhält hierfür Chartereinnahmen. Diese Einnahmen stehen abzüglich verschiedener Gebühren wie Managementgebühren oder Betriebskosten des Schiffes den Anteilseignern des Fonds zu. Diese Gewinne werden dann im Rahmen der jährlichen Ausschüttungen ausgezahlt. Renditen zwischen 8 und 10 Prozent sind durchaus zu erzielen.
Steuerlich haben Schiffsbeteiligungen einige Vorteile. So kann der erzielte Gewinn anhand der Tonnagesteuer pauschal berechnet werden. Die Tonnagesteuer bezieht sich auf die Nettoraumzahl des Schiffes, wodurch Gewinne nur pauschal zur Anrechnung gebracht werden. Die Anteilseigner müssen oft nur noch einen Betrag von 0,1% des erzielten Gewinnes steuerlich angeben.
Aber nicht nur bei der Rendite ist diese Form der Geldanlage interessant - auch bei Schenkungen erfreuen sich die Schiffsfonds immer größerer Beliebtheit. Die Bemessungsgrundlage für die Steuerberechnung ist der Bilanzwert, der durch Abschreibungen und den bereits erfolgten Ausschüttungen oft nur sehr gering ist.
Schiffsfonds können bei fast allen Banken, aber auch im Internet gezeichnet werden. Anleger sollte sich hier der Risiken bewusst sein, denn auch der Totalverlust der Anlage ist möglich, sofern ein Schiff verunglückt oder die Auftragsbücher leer bleiben. Weiterhin sollte man beachten, dass Schiffsbeteiligungen eine sehr langfristige Geldanlage sind. Nur wenn man mehrere Jahre auf sein Kapital verzichten kann, sollte man diese Form der Geldanlage in Betracht ziehen.
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