Mit welchem Segelschein in das neue Hobby Segeln starten?
Der Segelsport wird immer populärer. Wichtige Regatten finden Erwähnung in den Medien, so berichtet die ARD live vom Americas Cup (AC) aus Valencia, und die Werbung bedient sich immer mehr Motiven und Situationen im Segel- und Yachtsport. Warum dies so ist, liegt klar auf der Hand:
Der Segelsport ist frei von Umweltbelastungen, unverbraucht, kreativ, spannend, intellektuell anspruchsvoll und mit vielen Positiven Emotionen verbunden. Freiheit und ein Hauch Abenteuerlust, sowie das Kräftemessen mit Wind und Wellen machen das Segeln so faszinierend.
Doch wie findet man den Einstieg in den Wassersport?
Der beste Weg segeln zu lernen ist sicherlich der, über eine gute Segelschule, wo man einen qualitativ guten Segelkurs besucht. Dort wird man in den Grundlagen des Segelns unterrichtet und bekommt eine gute Seemannschaft vermittelt. Dies trägt entscheidend zu ihrer Sicherheit, später an Bord einer Yacht bei.
Die Recherche nach Segelkursen bringt aber eine Vielzahl von Angeboten zu Tage. Man findet da ein Angebot über einen Segelgrundschein, oder einen verbandsinternen Segelschein; dort wird ein amtlicher Sportbootführerschein Binnen oder amtlicher Sportbootführerschein See angeboten und dann liest man noch von SKS, SSS und SHS, sowie SRC, LRC und UBI. Der Laie ist damit sicherlich erstmal überfordert.
Mein Tipp für den Segel-Einsteiger ist, sich Schritt für Schritt weiterzubilden. Was vielleicht erst nach einem langen und unnötigen Weg aussieht, trägt später zur eigenen Sicherheit bei. Aus diesem Grund sollte man mit einem Segelschein im Binnenrevier beginnen. Dort sammelt man dann erst einmal mindestens eine Saison lang (besser mehr) Erfahrungen beim aktiven Segeln in unterschiedlichen Wettersituationen. Später geht man dann weiter in Richtung Küste. Zuerst mit dem amtlichen Sportbootführerschein See, dann einen UKW Funkkurs zum Short Range Certificate (SRC) um dann schließlich den Sportküstenschifferschein (SKS) zu erlangen. Ambitionierte Segler werden dann noch über SSS und SHS nachdenken, das sind Scheine für Hochseesegler.
Für Leute im Süddeutschen-Raum gibt es einen besonders günstigen Weg. Sie besuchen einen Segelkurs am Bodensee und absolvieren das Bodenseeschifferpatent Kat. A und D, also für Motorboot und Segelboot. Das Bodenseeschifferpatent gilt grundsätzlich nur auf dem Bodensee, kann aber auf Antrag in den amtlichen Sportbootführerschein Binnen (ohne weitere Prüfung) umgeschrieben werden. Damit darf man dann schon auf Binnengewässern segeln und zusätzlich auch auf dem Bodensee. Inhaber des amtlichen Sportbootführerschein Binnen müssen umgekehrt eine weitere Prüfung ablegen, um das Bodenseeschifferpatent zu erwerben. Also zuerst am Bodensee beginnen und Segelpraxis sammeln.
Eine gute Segelschule wird ihnen dazu raten mit dem Bodenseeschifferpatent zusammen die Zusatzprüfung (Navigation, Seemannschaft, erweiterte Manöver etc.) für den Sportbootführerschein See zu absolvieren. Dies bietet dann den Vorteil, dass beim amtlichen Sportbootführerschein See keine praktische Prüfung mehr absolviert werden muss.
So benötigt man also nur noch einen Theoriekurs in einer Segelschule und die theoretische Prüfung vor einem Prüfungsausschuss. So sparen sie erheblich Zeit und auch Kosten.
Allerdings sollten Segelschüler darauf achten, dass die Ausbildungsstätte auch auf die Theorie vom amtlichen Sportbootführerschein Binnen eingeht, auch wenn dies nicht beim Bodenseeschifferpatent geprüft wird. Sonst gibt es unter Umständen ein böses Erwachen, wenn man erstmalig vor einer Schleuse steht.
Weitere Artikel in der Rubrik Freizeit und Hobby
- 1: Vertikal Angeln, ein neuer Trend
- 2: Abendteuerpark: mehr Unterhaltung durch aktive Freizeit
- 3: Der Herbst, die goldene Hechtangel-Zeit
- 4: Hochelfen
- 5: Deutsche Euro-Goldmünzen
- 6: Goldmünze Wiener Philharmoniker
- 7: Castlevania für den Nintendo DS
- 8: Der Mondkalender
- 9: Koi Karpfen - Kosten, Haltung und Verpflichtungen
- 10: Bastelideen