Das Brautkleid und das Aussuchen desselben

Nicht nur für die Braut ist das Brautkleid quasi der Inbegriff der Hochzeit. Für viele ist es auch das erste Bild, das im Kopf entsteht, wenn sie an eine Hochzeit denken. "Ganz in Weiß" so soll es sein. Die traditionelle Farbe für Brautkleider in Europa ist deshalb Weiß, da diese Farbe für die Reinheit und somit die Unberührtheit der Braut steht. In Japan wäre dies zB undenkbar, zumal diese Farbe dort für Trauer steht.

Vor dem tatsächlichen Anprobieren beginnt die eifrige Suche in Hochzeitszeitschriften, die die Auswahl des Brautkleides - je nach individueller Entscheidungsfreudigkeit - erleichtern oder auch erschweren können. Jedenfalls ist eine Hochzeitszeitschrift geeignet, sich einen guten Überblick zu verschaffen. Diese Zeitschriften sind sehr sehr dicke Schmöker die im Hochglanzformat Brautkleider (und auch Hochzeitsanzüge) sonderzahl vorstellen. Dann geht der Weg zu einem oder mehreren Brautmodenherstellern bzw Brautmodengeschäften und das meistens mehrmals.

Das Aussuchen des Brautkleides erfolgt oft gemeinsam mit den engsten weiblichen Verwandten (Mutter, Oma, Schwester, ?) oder Freundinnen, um keine Fehler bei der Auswahl zu machen. Vier, sechs, acht oder noch mehr Augen sehen ja schließlich mehr als zwei. Letztlich gilt es die kleinen Details abzustimmen: Schleier, Hut, Brautschuhe, Strümpfe, Dessous, Handschuhe, Brautstrauß, Tasche, usw. Alle diese Dinge müssen ja zum Brautkleid passen. Auch die Frisur, die Fingernägel und das passende Make-Up müssen passen. Schließlich trifft dieser Umstand auch den Bräutigam, der seinen Hochzeitsanzug bzw das dazugehörige Plastron, die passende Krawatte und das Hemd nach der Farbe des Brautkleides aussuchen muss. Da er selbst die Farbe des Kleides nicht kennen darf, ist es meist die Braut, die das Aussuchen des Anzuges mit Argusaugen überwacht.

Neben Brautkleidern "von der Stange" besteht natürlich auch die Möglichkeit, sich ein Brautkleid nach Maß anfertigen zu lassen. In diesem Fall kann man Farbe, Stoff, Schnitt, Machart, Bortenbesätze sowie weitere Details vollkommen individuell gestalten und damit Sonderwünsche anbringen. Natürlich sind in diesem Fall auch Übergrößen, große Größen, sehr kleine Größen, besondere Größen und Sondergrößen wie z.B. für Schwangere und Umstandsmoden einfach machbar.

Ist das Brautkleid schließlich bestellt und erworben, geht es an die Anprobe. Machen Sie sich keine Illusionen. Für Anproben gilt das Gleiche wie für das Aussuchen an sich. Sie erfolgen mehrmals und auch das meist in Anwesenheit der schon benannten weiblichen Verwandten und Freundinnen. Für die Braut aber ist dieser Umstand selbstverständlich, um diesen einen Tag unvergesslich bleiben zu lassen.

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