Die Tomate
Während die Tomate in einigen europäischen Nachbarländern beinahe zärtlich Paradeiser oder Goldäpfelchen genannt wird, ist die deutsche Bezeichnung Tomate vom aztekischen Namen tomatl (Schwellfrucht) abgeleitet. Beheimatet ist sie ursprünglich in den tropischen und subtropischen Regionen Amerikas, in Peru und Mexiko.
Der Samen einer angeblichen Urtomate, die Kolumbus 1498 mit nach Italien gebracht haben soll, wird im Biologischen Institut von Salerno aufbewahrt. Forscher haben Zuchtversuche mit dem Samen dieser Wildpflanze unternommen, jedoch lediglich kleine gelbliche und nicht sonderlich Appetit anregende Früchte geerntet, die auch nicht schmecken.
Soweit bekannt, gelangte die Tomate zu Beginn des 16. Jahrhunderts mit spanischen Eroberern nach Europa. Erst weitere 200 Jahre später war es Züchtern gelungen, die rote und saftig-süße Tomate zu kreieren, wie wir sie heute kennen. Ihre Verwendung in der Küche begann erst vor etwa 100 Jahren, dafür ist sie heutzutage kaum mehr aus der Speisenzubereitung wegzudenken. Nicht nur in der Mittelmeerküche ist sie unverzichtbar, auch Fastfood-Ketten haben die Tomate für sich entdeckt. Somit ist sie im Laufe der Zeit zum beliebtesten Gemüse weltweit avanciert.
Unsere holländischen Nachbarn haben diese Entwicklung genutzt und massenweise Tomaten produziert, leider zumeist auf Kosten des guten Geschmacks. Daraufhin ging der Umsatz ihrer Export-Tomate um über 20 % zurück, was dazu führte, dass man sich wieder mehr auf den Geschmack konzentrierte und die aromatische Strauchtomate "Cherry" heranzüchtete. Den besten Geschmack haben Tomaten zur Hauptsaison, wenn sie in Erde gewachsen und unter Sonneneinstrahlung gereift sind. Treibhausware wird auf Steinwolle unter Verwendung von Nährlösung herangezogen.
Tomaten enthalten hohe Mengen an Vitamin C und Folsäure, sowie weiterhin Vitamin E, Vitamine der B-Gruppe wie Vitamin B1, B6 und Pantothensäure. Auch Chrom, Selen, Kalium, Mangan, Magnesium, Eisen und Kupfer sind vertreten, was die Tomate zu einer rundum reichen Frucht macht.
Besonders interessant und gesund ist auch der hohe Gehalt an Beta-Carotin, welches zusammen mit dem Vitamin E und C zu den Radikalfängern gehört, ebenso wie die inzwischen ebenfalls nachgewiesenen Flavonoide, hier überwiegend Quercetin. Verschiedene Studien stützen die These, dass regelmäßiger und reichlicher Genuss von Tomaten nicht nur Herz und Kreislauf schützt, sondern auch Krebserkrankungen verhindert.
Fazit ist, dass die Tomate nicht nur gut schmeckt und sich auf vielfache Weise zubereiten lässt, sondern sie liefert auch viele gesundheitsfördernde Stoffe. Dabei ist die Zubereitung nicht ausschlaggebend, denn nicht nur roh, sondern auch gekocht (vorzugsweise mit Olivenöl) liefert die Tomate wichtige Bestandteile wie das Carotinoid.