Teeanbau und Teegenuss
Bereits vor fast 5000 Jahren begann die Geschichte des Tees. Der chinesische Kaiser Shen Nung entdeckt den Tee eher zufällig, als versehentlich ein paar Teeblätter in sein abgekochtes Trinkwasser fielen und diesem ein wohltuendes Aroma verliehen. Durch diese Entdeckung wurde der Tee in China bekannt, und von dort aus verbreitete er sich zunächst im asiatischen Raum. Buddhistische Mönche brachten die Teekultur nach Japan. Der Genuss des Tees in asiatischen Ländern war schon bald und ist zum Teil heute noch mit einer ausgiebigen Teezeremonie verbunden. Sogar ein Buch über den Tee wurde von einem Chinesen im 8. Jahrhundert verfasst, das sich inhaltlich vor allem mit positiven Aussagen zum Tee befasste. Erst Anfang des 17. Jahrhunderts erreichte der Tee auch das europäische Festland. Zunächst von den Niederlanden, später auch von England aus, wurde der Tee in alle europäischen Länder exportiert und erfreute sich zunehmender Beliebtheit. Etwa 150 Jahre später gelangte der Tee auch in die USA. Im 20. Jahrhundert wurde der Tee bei so genannten Tanztees zelebriert, die Zahl der Teetrinker stieg unentwegt an. Bis heute ist der Tee zum weltweit bekanntesten Getränk aufgestiegen.
Tee wird bis zur heutigen Zeit überwiegend in seinen Ursprungsländern im asiatischen Raum angebaut und die verschiedenen Teesorten sind mittlerweile beinahe unzählbar.. Während China zunächst die Monopol-Stellung beim Tee-Anbau hatte, ist heute Indien der Vorreiter beim Anbau der Teepflanzen. Auch Sri Lanka besitzt beträchtliche Teeplantagen. Aus diesen drei Ländern wird auch der meiste Tee nach Deutschland importiert. Ein kleinerer Teil des Tees hat seine Herkunft in Afrika und Indonesien. Damit der Tee gut wächst, sind Höhenlage, die Qualität des Bodens sowie die Regenmenge ausschlaggebend. Tee wird meist an Hängen angebaut und nicht selten mit Dünger behandelt, um den hohen Nährstoffbedarf der Pflanzen zu gewährleisten.
Um das feine Aroma des Tees besonders genießen zu können, empfiehlt sich die traditionelle Art des Tee-Zubereitens, für die zwei Kannen sowie ein Sieb benötigt werden. Man brüht nun zunächst die Teeblätter in einer Kanne offen auf und schüttet das Teewasser anschließend durch das Sieb in die andere Kanne, in der der Tee dann serviert wird. Sollte die Tee-Zubereitung schneller erfolgen, sollten Einmal-Papierfilter verwendet werden, die in Teekanne oder Tasse befestigt werden können. Alternativ empfiehlt sich ein Baumwollnetz. Tee-Eier sind nicht unbedingt empfehlenswert, da diese aufgrund des Metalls das Tee-Aroma negativ beeinflussen können. Für das Teewasser sollte generell gefiltertes Wasser verwendet werden, damit Chlor, Kalk und andere Rückstände dem feinen Teegeschmack nicht zusetzen. Je nach gewünschter Wirkung ist die Ziehdauer des jeweiligen Tees zu beachten, diese ist je nach Tee-Sorte unterschiedlich.
Die Deutschen trinken übrigens laut neuesten Statistiken am häufigsten erfrischenden Eistee , der hauptsächlich aus Schwarzer Tee mit beigemischtem Früchtetee hergestellt wird.
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