Markennamen - Marken

Jeden Tag begegnen uns wohl tausende Namen. Wir brauchen Namen, um andere Personen zu identifizieren, und um Plätze und Orte zu beschreiben.
Im alltäglichen Sprachgebrauch tritt eine Gruppe von Namen wohl wesentlich häufiger auf, als andere: Markennamen. Unsere Welt ist voll mit Marken- und Produktnamen. Sie sind überall. Wir starten den Tag mit Nutella und Jacobs Kaffee, fahren mit dem Golf zu Karstadt um dort Milka und Perwoll zu kaufen, ärgern uns, wenn das Nokia schon wieder aufgibt, wenn wir gerade die DKV anrufen möchten und entspannen abends bei einem entspannten Playstation-Spiel und Heincken.

Was genau aber sind Markennamen? Das Markengesetz definiert Marken als ?alle Zeichen [...] die geeignet sind, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden.? Das sind nicht nur Wörter, sondern auch Farben, Logos, Zahlen und Klänge.

Der Markenname selbst kann zum wichtigsten Inventargegenstand eines Unternehmens werden, der den Wert aller anderen Güter übersteigt. Deshalb gilt es, ihn vor Missbrauch zu schützen. Unternehmen verwende dafür viel Geld und Zeit.

Machtlos stehen sie aber der Deonymisierung entgegen, dem Prozeß, der einen Namen (Fachterminus: Onym) zum "normalen Wort" (Gattungsbegriff, Appelativ) werden läßt. Das kann dann eintreten, wenn ein Markennamen einen so hohen Verkehrswert erreicht hat, dass er sich verselbstständigt. Denken Sie an Tempo, Fön, Tesa oder Walkman. Heute verstehen wir diese als Wort; fast vergessen ist, dass es sich dabei eigentlich um Markennamen handel(te).

Für die betreffenden Markennameninhaber ist diese Entwicklung wenig Vorteilhaft. Vom Aufwand, der in die Bekanntmachung des Namens gesteckt wurde, profitieren nun auch andere Hersteller ähnlicher Produkte.

Mehr zu Markennamen und Namen allgemein können Sie auf www.onomastik.com erfahren.
Thomas Liebecke, dtfp [at] gmx [punkt] de


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