Geld sparen als Student
Zwei grundsätzliche Fragen treiben Studenten auch in jungen Jahren schon die Sorgenfalten ins Gesicht: Wie bestehe ich den nächsten Prüfungsmarathon und wie überwinde ich die gähnende Leere im Portemonnaie?
Da sich das Einkommen für Studenten kaum großartig steigern lässt, liegt die Lösung klar auf der Hand. Sparen heißt das Zauberwort, und das ist ausnahmsweise mal nicht leichter gesagt als getan. Die meisten Studenten wissen nur im Ansatz, dass sie mit ihrem Status nicht nur für den Eintritt ins Museum weniger zahlen müssen. Preisnachlässe für das studierende Volk gibt es in fast allen Lebensbereichen.
Nur ist die Suche nach Schnäppchen und Rabattaktionen oftmals schwierig und vor allem zeitaufwendig. Onlineportale speziell zu diesem Thema unterstützen die Suche sinnvoll. Einige arbeiten lokal, andere liefern deutschlandweit für die einzelnen Studentenstädte einen umfangreichen Überblick zu diversen Rabattaktionen. Das Vergleichen lohnt sich, denn Preisvergünstigungen gibt es für Studenten in eigentlich allen Lebensbereichen. Dazu gehören neben Bildung, Büchern und Büromaterial auch Freizeitbereiche wie Kino, Kulinarisches und Reisen. Saftige Preisnachlässe gibt es aber auch in den Bereichen Multimedia, Shopping, Mode, Sport, Urlaub und Wohnen.
Ein weiterer Bereich, in dem Studenten viel Geld sparen können, ist die Verwaltung der eigenen Finanzen. Auch Studenten ohne Goldesel in der WG-Zimmer-Ecke brauchen ein Girokonto, ob nun für den Erhalt von BAföG oder den monatlichen Unterhalt der Eltern. Viele Banken bieten mittlerweile Konten für Studenten an, die zum einen gebührenfrei sind, zum anderen auch über einen günstigen Dispozins verfügen. Dennoch gleicht kein Ei dem anderen. Um das Konto zu finden, lohnt es sich, gründlich zu vergleichen. Spezielle Studentenkonto-Rechner helfen dabei, indem sie anhand individueller Kriterien das beste Angebot automatisch herausfiltern. Das spart viel Mühe und Zeit, die man als Student zwischen den Vorlesungen ohnehin nie hat.
Wer schon als Student die Vorteile einer Kreditkarte genießen will, sollte auch hier genau vergleichen, um am Ende nicht in der Schuldenfalle zu sitzen. Normalerweise vergeben Banken Kreditkarten nur bei ausreichender Bonität und regelmäßigem Einkommen. Weder das eine noch das andere können die meisten Studenten vorweisen. Dennoch gibt es bei einigen Banken Kreditkarten speziell für Studenten. Sie kosten keine Gebühren und sind extrem nützlich auf Reisen und fürs Studiensemester im Ausland.
Wenn letztlich alle Möglichkeiten, Geld zu sparen, erschöpft sind und die Kasse trotzdem Ebbe zeigt, ist es sinnvoll BAföG zu beantragen. Diese Form der Ausbildungsförderung hat den Vorteil, dass sie nur zu höchstens 50 Prozent zurückgezahlt werden muss und es sich um ein zinsloses Darlehen handelt. Für viele zum Nachteil ist jedoch, dass von der Höhe des elterlichen Einkommens abhängt, ob und wie viel BAföG gezahlt wird. Gleiches gilt für Stipendien, die allerdings nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Stiftungen „verschenken“ das Geld, allerdings nicht bedingungslos. Für ein Stipendium müssen Studenten sich aufwendig bewerben, Empfehlungsschreiben vorlegen und exzellente Leistungen erbringen. Elternunabhängig sind dann nur noch so genannte Bildungskredite. Sie sind nicht zinsfrei, müssen aber, anders als bei einem normalen Bankkredit, erst etwa drei Jahre nach Abschluss des Studium zurückgezahlt werden. Das ist dann sowohl in Raten als auch in einer Einmalzahlung möglich.
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